Kurzbeschreibung

Sachbezüge können bis zur Grenze von 44 EUR im Monat steuerfrei bleiben. Seit 2020 wurden aufgrund einer Neudefinition der Geldleistungen die Regelungen zu Sachbezügen verschärft. In dieser Infografik wird anhand diverser Beispiele beantwortet, ob und wann eine Arbeitgeberleistung als Sachbezug anerkannt wird, und folglich die 44-EUR-Freigrenze anwendbar ist, und wann es sich um eine (nicht begünstigte) Geldleistung handelt.

Geldleistung oder Sachbezug (interaktive Grafik)

Anhand verschiedener Rubriken, u. a. Gutscheine und Geldkarten, Tankkarten und Gesundheitsleistungen, zeigt die interaktive Grafik, wann ein Sachbezug bzw. eine Geldleistung vorliegt. Die Sachbezugsregelung wurde zum 1.1.2020 konkretisiert und Gutscheinen und Geldkarten müssen künftig bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um weiterhin als Sachbezug anerkannt zu werden. Voraussetzung ist, dass die Gutscheine oder Geldkarten

  1. ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen bei dem Arbeitgeber oder bei einem Dritten berechtigen
  2. und zudem ab dem 1.1.2022 die Kriterien des § 2 Abs. 1 Nr. 10 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) erfüllen.

Die 44-EUR-Freigrenze ist dann anwendbar, wenn die Gutscheine bzw. Geldkarten zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.

Die Abgrenzung zwischen Barlohn und Sachlohn gilt für

  • die 44-EUR-Sachbezugsfreigrenze,
  • Aufmerksamkeiten bis 60 EUR für ein besonderes persönliches Ereignis und
  • Sachgeschenke nach § 37b EStG[1].
Wichtig

Übergangsregelung für Gutscheine und Geldkarten bis 31.12.2021

Im Hinblick auf die Schwierigkeiten, die bei der praktischen Umsetzung der gesetzlichen Begriffsbestimmung "Sachbezug Gutschein oder Geldkarte" durch die Anknüpfung an die Regelungen des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes gegeben sind, gilt eine Übergangsregelung bis zum 31.12.2021. Danach gelten für Tankkarten, Gutscheine und Geldkarten die bisherigen Kriterien für die Behandlung als Sachbezug im Rahmen einer Nichtbeanstandungsregelung weiter. Bis zum Jahresende 2021 darf u. a. bei Geldkarten mit Zahlungsfunktion, die als Geldsurrogate im Rahmen unabhängiger Systeme des unbaren Zahlungsverkehrs eingesetzt werden können (sog. "Open-Loop-Karten"), die 44-EUR-Freigrenze weiter angewendet werden, wenn die damit bezogenen Waren und Dienstleistungen vom Arbeitgeber zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden.[2]

Wichtiger Hinweis

Wählen Sie eine Rubrik auf der Startseite aus und erfahren Sie weitere Informationen. Dort können Sie zwischen den Tabs "Sachbezug" und "Geldleistung" wechseln und nähere Beispiele erhalten.

Hier geht's zur interaktiven Grafik

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