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Rückstellungen bleiben bevorzugtes Ziel der Steuerprüfer

Bild: Haufe Online Redaktion

Bei Betriebsprüfungen sind Korrekturen bei den Rückstellungen weiterhin die häufigste Ursache für Mehrsteuern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen PwC-Studie zur Praxis der Betriebsprüfung. Veränderungen ergeben sich dagegen durch die Digitalisierung und Internationalisierung - und zwar auf beiden Seiten.

Betriebsprüfungen machen mehr Arbeit

Der Ausbau des direkten digitalen Datenzugriffs der Betriebsprüfer nimmt zwar zu. Die so eingesparte Zeit nutzen die Prüfer jedoch für genauere Analysen, die wiederum einen höheren Diskussionsbedarf in den Unternehmen erzeugt.

Je größer ein Unternehmen, desto höher das Mehrsteuerergebnis

Gerade bei Großunternehmen führt das Ergebnis der Betriebsprüfer fast immer zu Mehrsteuern. Dass die Beträge mit dem Umsatzvolumen ansteigen, ist dagegen keine echte Überraschung.

Rückstellungen dominieren Ertragsteuerprüfung

Mehrbelastungen durch nicht anerkannte Rückstellungen mussten 31 % der Unternehmen hinnehmen. Danach standen Bewertungsansätze von Anlage- und Umlaufvermögen mit 18 % in der Kritik. Nur unter "Ferner liefen" rangieren verdeckte Gewinnausschüttungen (5 %) sowie Aufwendungen aus Bewirtung oder Geschenken auf der Themenliste.

Verrechnungspreise sind Schwerpunkte bei internationalen Steuerrechtsfragen

Im internationalen Steuerrecht dominierte die Korrektur von Verrechnungspreisen (57%, gefolgt von Quellensteuern auf Lizenzen oder Dividenden (27 %) sowie der Besteuerung von Betriebsstätten im Ausland (23 %). Bei den Verrechnungspreisen stehen neben Warentransaktionen vor allem Funktionsverlagerungen, immatererielle Wirtschaftsgüter und Finanztransaktionen im Fokus.

Die neue PwC-Studie: Betriebsprüfung 2015 können Sie kostenlos gegen Registierung im Internet herunterladen. Dabei wurden Vertreter von 202 Unternehmen durch ein professionelles Marktforschungsinstitut im Frühjahr 2015 befragt.

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Schlagworte zum Thema:  Betriebsprüfung, Finanzamt, Nachzahlung, Steuerprüfung

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