Das Motto: "Der Mix macht's! Effiziente Unternehmensplanung mit Tradition, Evolution und digitaler Revolution" lockte wieder rund 150 Teilnehmer zur Planungsfachkonferenz 2017. Dem Motto folgend beleuchteten die Vorträge sowohl Modernisierung ("Evolution") als auch Digitalisierung ("Revolution") der Planungsprozesse.

Modernisierung ("Evolution") der Planung

Modernisierung heißt zunächst einmal Neugestaltung der Planungsprozesse. Beispiele dafür lieferte u.a. der Vortrag von Merck (Xavier Mousset) mit einer Vielzahl von Prozessanpassungen als auch der Vortrag von Recaro (Dr. Michael Currle), wo neben der Neugestaltung des Prozesses insbesondere die verbesserte Strategieintegration im Fokus der Ausführungen stand. Dabei spielten sog. "Strategische Budgets" eine zentrale Rolle.

Der zweite zentrale Aspekt der Modernisierung ist die Integration der verschiedenen Teilpläne und Budgets mit Hilfe moderner Planungstools. Hier demonstrierte insbesondere der Vortrag von Krones (Dr. Martin Schmuck) anhand verschiedener Beispiele (u. a. anhand der Fremdleistungsplanung und der Finanzplanung) wie eine solche Integration mit Hilfe des Planungstools SAP BPC gelingen kann.

Digitalisierung ("Revolution") der Planung

Ein empfehlenswerter Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung der Planung ist die Nutzung treiberbasierter Simulationsmodelle, insbesondere zur Unterstützung einer modernen top-down- orientierten Planung. Ein umfassendes Beispiel, wie so etwas in der Praxis aussehen kann, kam von Siemens (Stephan Pierer von Esch und Katharina Hagl), wo bei der Division Digital Factory mit dem Tool Valsight eine dynamische und Szenario-basierte Planung aufgebaut wurde.

Digitalisierung der Planung im engeren Sinne beinhaltet immer die Nutzung von Analytics. Die Experten von Horváth & Partners (André Klaaßen und Carsten Bork) gaben einen Überblick über die Thematik und zeigten die wesentlichen Gestaltungsparameter. Im Vortrag von Daimler (Stefan Zügel) wurde deutlich, wie die Nutzung von Analytics im Finanzbereich bei Mercedes-Benz Cars konsequent und systematisch vorangetrieben wird. Die Thüga (Michael Kittelberger und Marcel Rauschenbach) demonstrierte schließlich, wie sie mit Analytics und einer professionellen App Planung und Forecasting automatisiert haben.

Fazit: Planung im Umbruch

Die 19. Planungsfachkonferenz zeigte deutlich, dass in Planung und Forecasting vieles in Bewegung ist – getrieben durch die Digitalisierung, aber auch durch generelle Modernisierungsbestrebungen. Immer wieder wurde deutlich: Wenn andere Funktionen wie z. B. die Produktion bereits in der Digitalisierung angekommen sind hat der Finanzbereich zunehmend Schwierigkeiten zu erklären, warum dort noch Methoden und Tools aus dem letzten Jahrhundert genutzt werden. Das wurde z. B. bei der Digital Factory von Siemens sehr eindrücklich erkennbar. Für die Mehrzahl der Unternehmen muss dabei zunächst eine Modernisierung der Planungslandschaft erfolgen (was nicht zuletzt Investitionen in moderne Planungstools erfordert), bevor digitale Ansätze erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden können.

Führende Veranstaltung zu Planung und Forecasting

Am 7.12.2017 fand in Köln die nunmehr 19. Planungsfachkonferenz von Horváth & Partners unter der Moderation von Michael Kappes statt. Das Motto: "Der Mix macht's! Effiziente Unternehmensplanung mit Tradition, Evolution und digitaler Revolution" lockte wieder rund 150 Teilnehmer an. Über die Highlights berichten wir in einer neuen Serie.

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