18.03.2015 | Top-Thema IT-Management: Ganzheitlicher Managementansatz steigert Erfolg der IT-Organisation

IT-Strategie und -Steuerung

Kapitel
Bild: Horváth & Partners CIO-Expertenbefragung 2014 | Ergebnisbericht | Februar 2015

Während der strategischen Planung ein hohes Niveau attestiert wird, ist die Verbindung zur operativen Steuerung meist mangelhaft. Abhilfe kann Transparenz bei der funktionalen Sicht, der Produktsicht und der Kundensicht schaffen.

Unter IT-Strategie und -Steuerung werden im Rahmen dieser Studie Tätigkeiten zusammengefasst, welche für eine strategische und betriebswirtschaftliche Steuerung der IT notwendig sind. Hierunter werden Themenbereiche von der strategischen Ausrichtung der IT-Organisation über die Ableitung einer operativen Jahresplanung bis zur unterjährigen Kostensteuerung verstanden.

Wichtigste Studienergebnisse
Auf Basis der Experteneinschätzung erscheint der allgemeine Reifegrad der Planungsprozesse in den IT-Organisationen vergleichsweise hoch. Trotz hoher Planungskompetenz sieht sich die überwiegende Mehrheit der Befragten jedoch nur teilweise oder überhaupt nicht in der Lage, im Fall von Abweichungen in den geplanten Abnahmemengen der IT-Leistungen konkrete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Erschwerend kommt hinzu, dass lediglich in gut einem Drittel aller Fälle eine eindeutige Zuordnung der IT-Leistungen zu IT-Verantwortlichen besteht (S. Abb. 3 und 4 in der Bilderserie).

Auch die Qualität der in den Unternehmen hinterlegten  IT-Servicekataloge (gerade einmal 26% der Befragten sind mit der Qualität vollkommen zufrieden) sowie die Kalkulation der internen Verrechnungspreise der IT-Leistungen (in fast 40% der Fälle findet die Kalkulation ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Herstellungskosten statt) lassen weiteres Optimierungspotenzial erkennen.

Lösungsansätze
Trotz in Einzeldisziplinen teilweise richtiger Ansätze ist bei den befragten Teilnehmern der Wirkungsgrad der etablierten IT-Planungs- und Steuerungsinstrumente eher gering. Eine fehlende Transparenz über die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge (keine Einleitung von Gegenmaßnahmen, mangelnde Qualität des IT-Servicekatalogs) sowie eine mangelnde Governance (keine eindeutige Zuordnung von IT-Leistungen zu IT-Verantwortlichen) scheinen hierfür die wesentlichen Ausgangstreiber zu sein.

Grundlage für eine durchgängige Steuerungssystematik ist die klare und eindeutige Definition von sogenannten Steuerungssichten, die auf zentrale Fragestellungen der IT-Steuerung ausgerichtet sind. Besonders relevant sind drei Dimensionen: Die funktionale Sicht zur Produktivitätssteuerung innerhalb der IT-Organisation, die Produktsicht zur Steuerung der Kosteneffizienz der Leistungserbringung sowie die Kundensicht zur Nachfragesteuerung.

Mit dieser Steuerungssystematik ist die Grundlage gelegt, um IT-Organisationen wie Produktionsunternehmen zu steuern: Zu jedem geleisteten Output (Produkt bzw. IT-Service) wird eine eindeutige Stückliste definiert; jedes Element der Stückliste hat einen Preis. Auf den unterschiedlichen Ebenen der Stückliste werden Verantwortliche zugeordnet. Mit diesem Steuerungsmodell als Grundlage lassen sich IT-Organisationen von der kleinen internen IT-Abteilung bis hin zum am externen Markt agierenden IT-Dienstleister effizient und effektiv steuern.

Hier geht's zur Bilderserie "IT-Strategie und -Steuerung"

Schlagworte zum Thema:  Strategie, IT, Management

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