Wann Excel brilliert und wann es an seine Grenzen stößt
Kaum ein anderes Tool ist so tief im Controlling-Alltag verankert. Kein Wunder: Excel ist nahezu überall verfügbar, hat eine niedrige Einstiegshürde und ermöglicht schnelle Ergebnisse.
Typische Anwendungsfelder von Excel
Typische Anwendungsfelder im Controlling liegen vor allem in der Datenaufbereitung, etwa mit Power Query, in der Analyse mit Pivot-Tabellen, bei Abweichungsanalysen oder auch in der einfachen Forecast-Erstellung mithilfe von Trendlinien. Auch für Budgetplanung, Szenarioberechnungen oder Diagramm-basierte Präsentationen bleibt Excel das Tool der Wahl. Sogar eine einfache Anomalie-Erkennung lässt sich durch bedingte Formatierung erstaunlich wirkungsvoll umsetzen.
Grenzen von Excel
Doch Excel hat auch klare Grenzen: Bei großen Datenmengen stößt es schnell an Leistungs- und Stabilitätsgrenzen, die manuelle Bearbeitung birgt Fehlerpotenzial, und für komplexere analytische Fragestellungen wie Prognosemodelle oder Klassifikationen ist es schlicht nicht ausgelegt. Die fehlende Versionierbarkeit und Nachvollziehbarkeit der Schritte kann zudem in datengetriebenen Prozessen problematisch sein.
Fazit: Excel eignet sich hervorragend für Einsteiger in datengetriebene Analysen, aber auch für erfahrene Controller, die schnelle Prototypen, temporäre Datenmodelle oder Explorationsanalysen bauen möchten. Besonders dann, wenn der Fokus auf Schnelligkeit und pragmatischer Umsetzung liegt, ist Excel eine solide erste Wahl.
Hinweis
Der Text ist ein Auszug aus dem Buch „ Künstliche Intelligenz und Data Science im Controlling verstehen und anwenden" von Florian Bliefert, erschienen 2026 bei VCW.