12.07.2016 | Homeoffice

Wann ist ein Unfall ein Arbeitsunfall?

Homeoffice - welche Tätigkeiten sind versichert, welche nicht?
Bild: Paul-Georg Meister ⁄

Wege zur Nahrungsaufnahme im Homeoffice sind nicht unfallversichert. Das stellte ein Urteil des Bundessozialgerichts klar. Die der privaten Wohnung innewohnenden Risiken hat nicht der Arbeitgeber, sondern der Versicherte selbst zu verantworten.

Die Treppe auf dem Weg in die Küche ist einer Arbeitnehmerin im Homeoffice zum Verhängnis geworden. Sie verließ den Arbeitsraum, um sich in der Küche, die einen Stock tiefer lag, Wasser zu holen. Dabei rutschte sie auf der in das Erdgeschoss führenden Treppe aus und verletzte sich.

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Unfälle im Zusammenhang mit dem privaten Lebensbereich sind beim Homeoffice keine Arbeitsunfälle

Die Arbeitnehmerin ist auf dem Weg von der Arbeitsstätte zur Küche und damit in den persönlichen Lebensbereich ausgerutscht. Diesen Weg hat sie nicht zurückgelegt, um ihre versicherte Beschäftigung auszuüben, sondern um Wasser zum Trinken zu holen. Somit liegt kein Arbeitsunfall vor. Weitere Erläuterungen dazu lesen Sie in dem Haufe-Beitrag Unfallversicherung - wann ein Arbeitsunfall im Homeoffice vorliegt.

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Schlagworte zum Thema:  Homeoffice, Arbeitsunfall, Unfallversicherung, Urteil

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