Der Arbeits- und Gesundheitsschutz spielt inzwischen eine große Rolle. Da er gesetzlich geregelt ist, wollen z. B. Auftraggeber von Fremdfirmen wissen, ob sie die gesetzlichen Vorgaben einhalten. Als Nachweis dienen Zertifikate - so wie SCC. Doch was bedeutet SCC und wer braucht das?

Arbeitsschutz im Unternehmen will nicht nur eingehalten, sondern auch dokumentiert sein. Dafür gibt es gängige Managementsysteme, die den Sicherheitsstandard abfragen und dann die Zertifizierung bestätigen. Die gängigsten Systeme heißen abgekürzt SCC, SCP, SCCP oder OHSAS 18001 oder ab Frühjahr 2018 auch ISO 45001. Was verbirgt sich hinter den Abkürzungen?

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Für kleine Betriebe gibt’s den SCC

SCC steht für Safety Certificate Contractors und bezeichnet einen internationalen Standard für Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagement für technische Dienstleistungsunternehmen und Subunternehmer, die in den Betriebsstätten des Auftraggebers tätig werden. Das kann z. B. ein Installationsbetrieb für Sanitär- und Heizungsbau mit weniger als 35 Mitarbeitern sein. Er kann sich anhand von 27 Pflichtfragen zertifizieren lassen. Das ist u. a. ein Beleg dafür, dass seine Aktivitäten in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Umwelt geprüft wurden.

Bei mehr als 35 Mitarbeitern sowie dem Einsatz von Subunternehmern müssen 40 Pflichtfragen zu mehr als 50 % positiv beantwortet werden, um das SCC-Zertifikat zu erhalten.

SCP - die Zertifizierung für Personaldienstleister

Die Abkürzung SCP steht für Safety Certificate Personnel Leasing. Wie die Bezeichnung schon sagt, ist das Zertifikat für Unternehmen gedacht, die Personal an andere Unternehmen überlassen. Grundlage ist auch hier das SCC-Regelwerk.

In der Petrochemie wird das Zertifikat SCCP verlangt

Das Safety Certificate Contractors for Petrochemicals – oder kurz SCCP – ist ein weltweit anerkanntes Managementsystem. Das Zertifikat ist uneingeschränkt gültig. Die Anforderungen an diesen Standard übersteigen die des Zertifikats nach SCC. So gibt es z. B. Zusatzfragen nach einem Verfahren zur Auswertung von Inspektionen.

Für alle anderen Unternehmen: ISO 45001 - die Arbeitsschutzmanagement-Norm wird im Februar 2018 erwartet

Die in Zukunft gängigste Arbeitsschutzmanagement-Norm wird die ISO 45001 sein, die die OHSAS 18001 ablösen wird.

Die endgültige ISO 45001 wird voraussichtlich schon im Februar 2018 in Kraft treten. Mit der Norm können Unternehmen einen Nachweis darüber geben, dass sie im betrieblichen Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz global verbindliche Standards einhalten.

Mehr zur ISO 45001 lesen Sie im Haufe Beitrag ISO 45001 - die Arbeitsschutzmanagement-Norm wird im Februar 2018 erwartet.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsschutzrecht