So lassen sich psychische Belastungen in Kliniken ermitteln
Laut Arbeitsschutzgesetz müssen psychische Belastungen bei der Gefährdungsbeurteilung ebenso betrachtet werden wie körperliche. Wie das gehen kann, zeigt eine kostenlose Broschüre der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).
Fünf Handlungsfelder und jede Menge Fragen
Bei einer Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen sind 5 Handlungsfelder zu betrachten.
- Arbeitsinhalte und -aufgaben,
- Arbeitsorganisation,
- Soziale Beziehungen,
- Arbeitsumgebung sowie
- neue Arbeitsformen.
Dabei ergeben sich u. a. folgende Fragestellungen:
- Haben die Beschäftigten Einfluss auf den Arbeitsinhalt und darauf, wie viel zu tun ist?
- Werden die Beschäftigten häufig mit emotional stark berührenden Ereignissen konfrontiert – wie beispielsweise dem Umgang mit schwer kranken oder sterbenden Menschen?
- Können die Beschäftigten ihre Pausen wahrnehmen?
- Kommt es häufig zu Störungen und Unterbrechungen?
- Wie sind der Zusammenhalt und die Unterstützung im Team?
- Gibt es Rollen- oder persönliche Konflikte?
- Erzeugt eine ständige Geräuschkulisse Stress?
- Nach welchen Kriterien werden befristete Verträge in unbefristete überführt?
Vorschläge zur Verbesserung bei typischen Problemen
Anhand von zwei Beispielen zeigt die Broschüre typische Probleme im Klinikalltag auf und nennt dazu Verbesserungsvorschläge. So lässt sich z. B. der Frühdienst entlasten, indem
- die Grundpflege auf den Abend verlegt wird,
- zwei feste Telefonzeiten zwischen Pflege und Ärzteteam vereinbart werden,
- festgelegt wird, welche Patienten morgens und welche nachmittags durch die Physiotherapeuten mobilisiert werden.
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
1.311
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
7051
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
569
-
Ist der Arbeitgeber zur Getränkeversorgung am Arbeitsplatz verpflichtet – wenn ja, wann?
275
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
272
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
260
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
173
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
166
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
146
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
126
-
Neue Biomonitoring-Methode deckt Phthalat-Belastungen auf
10.06.2026
-
Wie Geräusche die Arbeitsleistung beeinflussen
05.06.2026
-
Was Unternehmen jetzt zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten wissen müssen
03.06.2026
-
3 Tipps für mehr Akzeptanz des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Unternehmen
29.05.2026
-
DGUV Barometer Arbeitswelt 2026: Arbeitsschutz steigert "Krisenresilienz"
26.05.2026
-
ISO 3941:2026: Neue Brandklasse L für Lithium-Brände
18.05.2026
-
Wie effektiv ist Betriebssport? Wissenschaftliche Studien liefern gemischte Ergebnisse
12.05.2026
-
Psychische Gesundheit im Betrieb: ifaa-Studie 2026
07.05.2026
-
TÜV Rheinland: Gefährdungsbeurteilung neu denken
06.05.2026
-
Aktualisierung DGUV Information 205-040: Brandschutz Prüffristen
29.04.2026