Nicht unbedingt ein Zeichen für Gesundheitskompetenz: Hamburger in der Mittagspause. Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Das eigene Verhalten zu ändern, ist gar nicht so einfach. Und es geht auch nicht von heute auf morgen. Wer seine Mitarbeiter zu einem gesunden Verhalten anhalten will, braucht dafür einen langen Atem. Und noch ein paar andere Dinge sind dabei zu beachten.

Der Mitarbeiter hat sich einen höhenverstellbaren Tisch gewünscht und nach kurzer Zeit nutzt er ihn nicht mehr. Oder im Betrieb wurde ein neues Hilfsmittel eingeführt, das nun in der Ecke verstaubt. Solche und andere Beispiele kennt jeder. Und jeder weiß auch, wie oft er sich selbst vorgenommen hat, sich mehr zu bewegen, regelmäßig Pausen zu machen oder sich gesünder zu ernähren. Und dann kommt wieder etwas dazwischen. Doch dranbleiben lohnt sich. Für Führungskräfte bedeutet das auch, die Mitarbeiter immer wieder neu zu motivieren und auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen.

Auch kleine Schritte sind ein Erfolg

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) nennt Rahmenbedingungen, die für Verhaltensänderungen entscheidend sind und mit denen Führungskräfte die Gesundheitskompetenz ihrer Mitarbeiter fördern können. Dazu gehören:

  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Begeistern Sie Ihr Team für einen gesunden Lebensstil.
  • Hören Sie Ihren Beschäftigten zu. So erfahren Sie von Hemmnissen und verborgenen Erfolgen.
  • Lernen Sie aus Fehlern und erlauben Sie sich und anderen Rückschläge.
  • Zeigen Sie gesundheitskompetenten Beschäftigten, dass Sie deren Verhalten wertschätzen.
  • Akzeptieren Sie die einzelnen Gesundheitsschwerpunkte Ihrer Mitarbeiter und werten Sie nicht. Für den einen steht gerade Sport im Mittelpunkt, für den anderen Stressbewältigung durch Meditation.
  • Denken Sie immer daran: Auch kleine Schritte sind Erfolge.

Deshalb heißt es: dranbleiben!

Es liegt oft nicht am mangelnden Angebot oder fehlendem Interesse, dass bei der Arbeit zu wenig Rücksicht auf die eigene Gesundheit genommen wird. Es ist einfacher, vertraute Arbeitsroutinen beizubehalten – auch wenn man weiß, dass sie einem nicht gut tun – als dauerhaft eine Veränderung vorzunehmen. Besonders in Ausnahmesituationen wie hohem Zeit- oder Termindruck, fällt man nämlich schnell wieder in die alten, vertrauten Verhaltensweisen zurück. Deshalb heißt es: dranbleiben!

Ein Poster macht die Empfehlungen sichtbar

Wer sich die vor Augen halten will, wie sich gesundes Verhalten am Arbeitsplatz fördern lässt, für den gibt es das Poster Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt kostenlos zum Herunterladen.

Schlagworte zum Thema:  Gesundheit, Mitarbeiter, Verhalten, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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