Ruhepausen und Kurzpausen sind der richtige Mix
Stellen Sie sich vor, eine Fußballmannschaft würde ohne Pause 90 Minuten kicken und dann auch noch die Verlängerung dranhängen. Unvorstellbar! Doch bei anderen Berufstätigen ist dies durchaus Alltag: Die Mittagspause wird ausgelassen und wenn Überstunden anfallen, werden die auch noch erledigt. Doch Bestleistung kann nur erbringen, wer auch Pausen macht.
Pausenloses Arbeiten
- macht müde,
- lässt die Leistungsfähigkeit sinken,
- mindert die Konzentration,
- erhöht die Unfallgefahr – auch auf dem Heimweg und
- schadet auf Dauer der Gesundheit.
Zusätzliche Erholungsphasen durch kurze Arbeitsunterbrechungen
Spätestens nach 6 Stunden Arbeit muss laut Gesetz eine Pause gemacht werden. Bei 6 bis 9 Stunden Arbeit beträgt die Pausenzeit mindestens 30 Minuten, bei mehr als 9 Stunden sind es 45 Minuten.
Das ist nicht wirklich lang, wenn man bedenkt, dass in einer dieser Pausen auch etwas gegessen wird. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) empfiehlt deshalb, den Beschäftigtem im Arbeitsalltag zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen größeren Ruhepausen zwischendurch kurze Unterbrechungen zu ermöglichen sowie für Abwechslung bei der Arbeit zu sorgen.
Überlastung vorbeugen - jeder braucht seine eigene Pause
Wer körperlich arbeitet, ob z. B. auf der Baustelle oder in der Pflege, sollte in der Pause ausruhen. Wer dagegen Kopfarbeit leistet oder mental stark eingespannt ist, sollte besser für Bewegung sorgen, etwa bei einem Spaziergang an der frischen Luft.
Wichtig bei Pausen: Bitte nicht stören!
Wichtig bei den Ruhe- und Kurzpausen ist, dass sie ohne Störungen stattfinden. So ist z. B. die Vereinbarung sinnvoll, dass die Pausenzeit erst im Pausenraum beginnt. Denn im Pflegebereich kommt es immer wieder vor, dass Patienten oder Angehörige das Pflegepersonal auf dem Weg in die Pause um Hilfe bittet. Aber auch im Einzelhandel kommt diese Art der Störung durch Kunden vor.
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