Wie lange halten sie noch durch?
Der BKK Dachverband hat eine Umfrage mit 2.000 Beschäftigten durchgeführt. Erste Ergebnisse aus dem BKK-Gesundheitsatlas 2017 wurden nun veröffentlicht. Sie zeigen, dass Pflegekräfte stark an ihrer beruflichen Zukunft zweifeln. Besonders erschreckend: Mit Zukunft sind hier die nächsten 2 Jahre gemeint.
Das sagt der Durchschnitt
21,5 % aller befragten Beschäftigten sehen – ausgehend von Ihrem aktuellen Gesundheitszustand – keine lange Zukunft mehr in ihrem Job.
IT-Berufe sehen gelassen in die Zukunft
Mit nur 13 % zweifeln IT’ler am wenigsten an ihrer weiteren beruflichen Leistungsfähigkeit.
Pflegekräfte liegen deutlich über dem Durchschnitt
35,8 % der Altenpfleger halten es dagegen für eher unwahrscheinlich, dass sie ihre Arbeit auch noch in 2 Jahren ausüben können.
Und auch 26,2 % der Krankenpfleger äußern Zweifel, noch lange durchzuhalten.
Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) kann Situation verbessern
Die Umfrage ergab auch, dass eine betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) die Situation der Betroffenen erleichtern kann. Dabei sollte der Schwerpunkt in der Altenpflege auf psychische Belastungen gerichtet sein, denn 35,7 % der Altenpfleger sehen sich hiervon besonders gefährdet. Aber auch die körperlichen Belastungen müssen verstärkt bei Angeboten der BGF thematisiert werden. 28,6 % der in der Altenpflege Tätigen sagen, körperlich fast am Ende zu sein.
BGF noch viel zu selten
Die BKK geht davon aus, dass ein Unternehmen für jeden Euro, der in betriebliche Gesundheitsförderung investiert wird, rund 2,70 Euro durch die Verringerung von Fehlzeiten einspart. Doch noch findet BGF viel zu selten statt. Nur 43,8 % der Befragten geben an, dass es so etwas an ihrem Arbeitsplatz gibt. In der Altenpflege sind BGF-Angebote mit 42,9 % sogar noch etwas seltener.
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