Motivation und Begeisterung -  also weiche Faktoren - stehen im Mittelpunkt, wenn es um einen gelingenden Start des BGM geht. Führungskräfte haben dabei eine Schlüsselrolle: Sie tragen entscheidend dazu bei, die Mitarbeiter zur aktiven Nutzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu motivieren.

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von Unternehmen, die mit der Umsetzung des BGM begonnen haben, werden akzeptiert und angenommen, wie eine Arbeitnehmer-Umfrage (N=1.075) der Pronova BKK (2016) zeigt. Demnach werden diese von insgesamt 85 % der Befragten genutzt. Aber wie schafft man es, die gesamte Belegschaft mit Gesundheitsangeboten gezielt zu erreichen und Akzeptanz für ein BGM zu gewinnen?

Motivation: Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle

Führungskräfte sind maßgebliche Multiplikatoren bei der Umsetzung von BGM-Maßnahmen. Als Schnittstelle zwischen BGM und den Mitarbeitern tragen sie entscheidend dazu bei, die Mitarbeiter zur aktiven Nutzung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen zu motivieren und unterstützen zugleich deren Durchführung. Dies wird mit dem Ziel verfolgt, das Thema Gesundheit in alle Unternehmensbereiche zu integrieren und BGM voranzutreiben. Daneben können Beschäftigte zusammen mit der Führungsebene Aufgaben in der Konzeption, Organisation, Steuerung und Analyse übernehmen.

Motivation der Mitarbeiter ist grundlegend

Die Bereitschaft der Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme an Befragungen, Gesundheitszirkeln und angebotenen Maßnahmen bildet die Grundlage für den Erfolg eines BGM. Dabei ist es unumgänglich, die gesamte Belegschaft für das Thema Gesundheit zu sensibilisieren und das Bewusstsein für die Relevanz des BGM zu steigern.

Motivation erzeugen - für das BGM begeistern

Die Akzeptanz für ein BGM ist stark von der Motivation der Beschäftigten abhängig. Für die erfolgreiche Gestaltung eines BGM ist es entscheidend, Motivationsbausteine zu entwickeln, die die Belegschaft von einem BGM überzeugen. Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter müssen anhand maßgeschneiderter, an die Altersstruktur angepasster Systeme langfristig zur gesundheitlichen Eigenverantwortung befähigt, über vorhandene BGM-Maßnahmen informiert und für deren Nutzung begeistert werden.

Einige Unternehmen setzen beispielsweise auf Teamwettbewerbe oder Anreize in Form von Prämienzahlungen oder Urlaubstagen. Darüber hinaus rückt das digitale BGM immer mehr in den Vordergrund: mithilfe von Apps und Online-Tracking-Systemen kann die Belegschaft über digitale Geräte erreicht und mit spielerischen Elementen (Gamification) Spaß an der Gesundheitsförderung vermittelt werden. Hierbei stellt sich die Frage, wie effektiv Anreizsysteme sind und ob es darüber hinaus noch weitere Methoden gibt, die Belegschaft für ein BGM zu motivieren.