Sportlich mit dem Fahrrad zur Arbeit könnte bald von einem neuen Bewegungstrend ersetzt werden: Radeln bei der Arbeit – und zwar im Büro. Bei der Deutschen Telekom wurde das Ergometer unterm Schreibtisch bereits ausprobiert.

Der Arbeitsalltag ist bei vielen durch Sitzen geprägt. Im Schnitt sitzen wir Deutschen 7,5 Stunden pro Tag. Zu lange, um auf Dauer gesund zu bleiben. Der Bewegungsmangel kann Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes, Übergewicht und Muskel-Skelett-Erkrankungen verursachen. Für Unternehmen bedeutet das dann krankheitsbedingte Fehlzeiten. Deshalb steigt das Interesse, mehr Bewegung in den Arbeitsalltag zu bekommen und die Gesundheit der Mitarbeiter zu verbessern.

Man muss sich auch bei sitzenden Tätigkeiten bewegen

Der Bewegungsdrang bei den meisten Erwachsenen ist eher gering. Deshalb muss die Bewegung zu den Menschen gebracht werden, so Prof. Froboese von der Sporthochschule Köln. Da häufig am Computer gesessen wird, braucht es Lösungen, bei denen man sich auch bei sitzenden Tätigkeiten bewegen kann, ohne dass der Arbeitsprozess gestört wird.

Fahrradergometer unter dem Schreibtisch ist gut für die Gesundheit

In einer Pilotphase wählten 60 Mitarbeiter das Deskbike zum beliebtesten mobilen Bewegungsgerät für den Arbeitsplatz. Und dass der Fahrradergometer unter dem Schreibtisch auch wirklich der Gesundheit zuträglich ist, bescheinigten Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln, die das Projekt begleiteten.

Büro-Radeln fühlt sich gut an und hält fit

Folgende Vorteile ergeben sich durchs Radeln unterm Schreibtisch:

  • Muskulatur und Kreislauf werden angeregt.
  • Der Kalorienverbrauch steigt.
  • Die Körperhaltung verbessert sich.
  • Die Nutzer fühlen sich wohler.
  • Die Leistungsfähigkeit gegenüber einem Standardarbeitsplatz nimmt nicht ab.

2-3 Mal täglich ist genug

Ideal ist es, das geräuschlose Trainingsgerät 2-3 Mal täglich für 15 bis 20 Minuten zu nutzen. Dabei geht es nicht um sportliches Radeln und Schwitzen, sondern um eine moderate Form der Bewegung. Wichtig ist dabei, dass dem Nutzer bewusst ist, dass nicht das Gerät für seine Gesundheit verantwortlich ist, sondern er selbst.

Wer einmal in Bewegung gekommen ist, will das Radeln nicht mehr missen

Die Telekom stellte inzwischen ihren Mitarbeitern in Hamburg und Bonn inzwischen 220 Deskbikes zur Verfügung. Die Nachfrage ist groß. Wer einmal in Bewegung gekommen ist, will das Radeln unterm Tisch nicht mehr missen. Wie lange das gesunde Verhalten anhalten wird, muss sich zeigen. Doch der Konzern ist gewillt, verstärkt Angebote gegen Bewegungsmangel am Arbeitsplatz zu schaffen.