Ein erfolgreiches BGM benötigt neben Gesundheitsanalysen und Praxisprogrammen vor allem Ziele und eine strukturelle Grundlage. Nur so gelingt ein stabiler, auf Nachhaltigkeit angelegter Aufbau und das Erreichen gesundheitlicher und ökonomischer Ziele.

Oftmals findet betriebliche Gesundheitsförderung nur auf Basis von Präventionskursen, einem obligatorisch jährlich stattfindenden Gesundheitstag und dem nett gemeinten Obstkorb statt. Diese Maßnahmen sind nicht per se schlecht, aber dennoch eher unspezifisch und führen nicht immer zu den gewünschten Erfolgen.

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Chefs erwarten anwesende, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter

Aus Sicht der Geschäftsführung müssen Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit einen Nutzen für das Unternehmen haben. Überwiegend ist es die Reduzierung des Krankenstandes, gefolgt von der Demografiefestigkeit des Unternehmens. In Zeiten des Fachkräftemangels wird Betriebliches Gesundheitsmanagement auch zunehmend für das Employer Branding wichtig. Wie gestaltet man nun ein BGM, um diesen Erwartungen gerecht werden zu können?
Informationen dazu liefert das kostenlose Haufe Online-Seminar zum Thema BGM 2017 – Trends und Herausforderungen am 31.01.2017.

BGM benötigt realistische und messbare Ziele

Zu Beginn muss die Erwartung der Geschäftsführung für ein BGM identifiziert und in für das Unternehmen realistische, messbare Ziele überführt werden. Eine Senkung des Krankenstandes von beispielsweise 7% auf unter 5% in weniger als einem Jahr wird wohl eher nicht möglich sein. Zur Definition von passenden Zielen und zur Bewertung des aktuellen Status Quo eignet sich ein Strategietag, in dem dann auch die Roadmap für das BGM festgelegt werden kann.

BGM benötigt stabile Strukturen

Neben der Definition von Zielen und der prozessorientierten Vorgehensweise ist die Schaffung von Strukturen elementar wichtig für das BGM. Hierbei bedarf es eines Lenkungskreises, dem neben Vertretern des Personalmanagements und des Betriebsrats auch der Betriebsarzt, die Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie ein Vertreter der Geschäftsführung angehören. Bei Bedarf können auch weitere Personen einbezogen werden. Dieser Arbeitskreis legt final die Ziele und Vorgehensweise fest, überwacht den Prozess und steuert das BGM durch das Treffen relevanter Entscheidungen.

Für die operative Umsetzung wird ein Projektleiter bestimmt, langfristig kann daraus auch eine feste Stelle werden. Für diese und auch weitere in das BGM eingebundene Personen ist eine entsprechende BGM-Qualifikation sinnvoll, so dass innerhalb des Unternehmens auch eine eigene BGM-Kompetenz aufgebaut werden kann.

Hier bieten die dualen Bachelor- und Master-Studiengänge der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) sowie die nebenberuflichen Lehrgänge der BSA-Akademie Möglichkeiten der individuellen Qualifikation in diesem Bereich. Weitere Infos sind unter www.dhfpg.de/personal zu finden.

BGM Trends müssen berücksichtigt werden

Unabhängig der Bedeutung einer an Zielen ausgerichteten, prozessorientierten Vorgehensweise gilt es stets aufkommende Trends und Herausforderungen zu kennen und bei der Gestaltung eines BGM zu berücksichtigen. Einer dieser Trends ist das wachsende Angebot digitaler Lösungen, passend zur Arbeitswelt 4.0. Gleichzeitig stellt deren Einsatz auch eine Herausforderungen an das BGM in Bezug auf Akzeptanz, Datenschutz und echten Nutzen dar.

Kostenfreies Haufe Online-Seminar zum Thema „BGM 2017 – Trends und Herausforderungen“

Am Dienstag, 31.01.2017, findet ein kostenfreies Haufe Online-Seminar zum Thema „BGM 2017 – Trends und Herausforderungen“ statt. Die Referenten der DHfPG/BSA, Kristin Hunsicker und Oliver Walle, werden unter anderem aufzeigen, welche Themen 2017 aktuell sein werden, wie bunt der BGM-Markt und die gesamte Angebotspalette bereits geworden ist und welche Chancen und Risiken sich hinter den aktuellen und neuen Trends verbergen und welche der vielfältigen und zunehmend digitalen Angebote auch wirklich zielführend und nutzbringend sind. Anmeldung hier.