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Störeffekte für die Konzentration minimieren

Gestörte Konzentration an Büroarbeitsplätzen - das "flexible Büro" kann helfen
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Konzentration ist kostbar. Wer konzentriert arbeiten will, reagiert sensibel auf alles, was ihn stört und ablenkt. In vielen Büros gelingt konzentriertes Arbeiten kaum oder nur schwer. Der Grund: Die Arbeitsbedingungen sind oft alles andere als optimal: Mit am stärksten behindert Lärm die Konzentration.

Wenn mehrere Personen in einem Raum zusammenarbeiten, viel und oft kommunizieren, gelingt konzentriertes Arbeiten nur schwer. Denn das Gespräch eines anderen ist der störendste Lärm überhaupt.

Im offenen Büro muss jeder Mitarbeiter zwangsläufig jede Besprechung, jede Unterhaltung mithören. Der Mitarbeiter, der etwas lauter telefoniert, stört z. B. die Kollegin, die konzentriert vor dem Bildschirm arbeitet.

Bildschirmarbeit besonders konzentrationsintensiv

Angesichts der starken Belastung durch Sprachlärm und visuelle Unruhe ringen besonders Beschäftigte im Mehr-Personen-Büro um ungeteilte Aufmerksamkeit. Ein Großteil aller Büroarbeiter in Räumen mit 3 und mehr Personen haben ein starkes oder mäßiges Problem, sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren.

Dabei verlangt gerade die moderne Büroarbeit massive Konzentrationsleistung. Das Informationsvolumen nimmt rasant zu und das Verarbeitungstempo beschleunigt sich zusehends. Als besondere Herausforderung an ihre Konzentrationsfähigkeit empfinden viele Menschen die Arbeit am Bildschirm.

Konzentration im Büro gestalten

Es ist schon fast ein Büro-Klischee: die beherzte Dame im Vorzimmer. Gnadenlos wimmelt sie Telefonate und Besucher ab, wenn ihr Chef in Ruhe konzentriert arbeiten will. Aber nicht nur für den Chef, sondern auch für jeden Angestellten im Büro ist Konzentration wichtig.

Denn die typische Büroarbeit besteht zur Hälfte aus Tätigkeiten, die ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, also an Konzentration erfordern. Was aber kann der Mitarbeiter im Mehr-Personen-Büro tun, wenn er ungestört arbeiten will?

Im Büro ist der Mensch selbst einer der größten Feinde der Konzentration

Der Mensch verursacht die 2 Umgebungseinflüsse, die konzentriertes Arbeiten am stärksten stören selbst: Sprachlärm und visuelle Unruhe. Will man Lärm durch Gespräche und visuelle Störungen aus dem Büro verbannen, müsste man zwangsläufig die Beschäftigten voneinander isolieren.

Das Einzelzimmer als ideale Lösung für bessere Arbeitsbedingungen im Büro?

Im Prinzip ja, wenn die Arbeit dort nur aus konzentrationsintensiven Tätigkeiten bestünde. Im Büroalltag spielen aber auch Teamarbeit, Kommunikation und Kooperation eine sehr große Rolle. Sozialer Kontakt gehört zu den wesentlichen menschlichen Grundbedürfnissen. Durch die Losung "Einzelzimmer für alle" lassen sich diese Anforderungen nicht lösen.

"Das Büro – eine flexible Einrichtung" Grundsatz moderner Büroplanung

An jedem Arbeitsplatz sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Abgeschlossenheit und Zugang sein. Denn einerseits belasten ja Störungen durch andere die Konzentrationsfähigkeit. Andererseits ist – isoliert von anderen – moderne, von rascher, spontaner Kommunikation geprägte Büroarbeit nicht möglich.

Dieses Dilemma von absoluter Ungestörtheit auf der einen Seite und Kooperation auf der anderen Seite kann nur ein Kompromiss lösen: der wandorientierte Arbeitsplatz. Flexible Stellwände verringern spürbar die Störung durch Gespräche und Arbeits- und Verkehrsbewegungen anderer, und zwar ohne die Mitglieder des Büroteams voneinander zu isolieren.

Eine Checkliste zur Kontrolle der visuellen und akustischen Belastungen an Büroarbeitsplätzen und wie sie sich auf die Arbeitsleistung auswirken finden Sie hier.

Schlagworte zum Thema:  Büroarbeitsplatz, Büro, Großraumbüro, Lärm, Konzentration

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