Mehr Bewegung durch soziale Unterstützung?
Wissenschaftler der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wollten herausfinden, ob Teilnehmer bei einem betrieblichen Sportprogramm länger durchhalten, wenn sie beim Sporttreiben von anderen unterstützt werden.
Das Ziel der Betrieblichen Gesundheitsförderung: sportlich-aktiven Lebensstil langfristig aufrechterhalten
An der Studie nahmen 69 Beschäftigte aus drei Unternehmen statt. Sie wurden zwei Gruppen zugeordnet, einer sogenannten Interventions- und einer Kontrollgruppe. Ziel war es, körperlich inaktive Beschäftigte dabei zu unterstützen, einen sportlich-aktiven Lebensstil aufzubauen und diesen langfristig aufrechtzuerhalten.
Mehr Bewegung - Coaching und Praxiseinheiten sollen zum Erfolg führen
Die Interventionsgruppe erhält ein Coaching und setzt sich damit auseinander, wie sie Familie, Partner, Freunde, Bekannte oder Kollegen bei der Umsetzung ihres Sportvorhabens unterstützen können. Die Kontrollgruppe absolviert zur gleichen Zeit eine reine Informationsveranstaltung zum Thema "Sport und Ernährung".
Aktivitäten steigen an und lassen nach
Die Auswertung zur sportlichen Aktivität zeigte, dass am Anfang die sportlichen Aktivitäten bei beiden Gruppen deutlich zugenommen hatten. Auch nach 6 Wochen waren noch viele mindestens 30 Minuten pro Woche sportlich aktiv. Nach 6 Monaten hatte sich die Teilnehmerzahl auf beiden Seiten deutlich verringert, aber unterschiedlich.
Sportbezogene soziale Unterstützung fördert langfristige sportliche Aktivität
Allerdings hatte sich die Coaching-Einheit positiv ausgewirkt. In der Interventionsgruppe machten nach 6 Monaten immerhin noch 8 % mehr Teilnehmer Sport als zu Beginn des Programms. In der Kontrollgruppe war die Zahl der Aktiven sogar um 3 % unter den Anfangswert gesunken. Mit der Coaching-Einheit "Planung sportbezogener sozialer Unterstützung" konnte also eine langfristige Verbesserung erzielt werden.
Mehr zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung
Stehen statt Sitzen hält fit und gesund
Präventionsgesetz: Bundesrahmenempfehlungen verabschiedet
Rückenschmerzen verhindern: Präventation und Therapie - was gibt es für Angebote?
-
Bildschirmbrille: Fragen und Antworten
2.101
-
Wiedereingliederung - was ist zu beachten?
1.7881
-
Arbeitsmedizinische Vorsorge: Pflicht oder freiwillig?
890
-
Arbeitsstättenverordnung: Wann ist ein Pausenraum Pflicht?
391
-
Was tun, wenn der Frosch nicht verschwinden will
386
-
Wenn ein Mitarbeiter nachts nicht mehr arbeiten darf
245
-
Drei-Schicht-System: Grundlagen, Funktionsweise und Arbeitsschutz
205
-
Wie viele Schritte soll man am Tag gehen
1743
-
Dürfen Mitarbeiter frei bestimmen, wie sie ihre Pause verbringen?
166
-
Gefahr durch Epoxidharz wird unterschätzt
159
-
Gallup-Index: Emotionale Bindung bleibt schwach, Führung gefragt
16.03.2026
-
EU-Maschinenverordnung 2023/ 1230: Änderungen für Unternehmen
12.03.2026
-
Hürden der Teilnahme: Warum Beschäftigte BGF-Angebote meiden
10.03.2026
-
BAuA-Bericht: Aktuelle Zahlen zu Arbeitsschutz und Gesundheit
04.03.2026
-
Borreliose als Berufskrankheit: Anerkennung erleichtert
02.03.2026
-
Digitale Betreuung: Kritik daran wächst – ist diese berechtigt?
26.02.2026
-
Sicherheit und Effizienz im Einklang durch technische Maßnahmen im STOP-Prinzip
18.02.2026
-
Sicherheitsbeauftragter: Unterschätzte Schlüsselrolle oder Bürokratie von gestern?
17.02.2026
-
3 Gründe, warum Beinaheunfälle nicht gemeldet werden
10.02.2026
-
Ordnungssinn: Fördert Struktur wirklich Gesundheit, Konzentration und Produktivität?
09.02.2026