Aerosol- und Druckgaspackungen / 3.1 Technisch
  • Vor Temperaturen über 50 ºC schützen, d. h. keiner Sonnenbestrahlung und keinen Wärmequellen wie Heizung, Punktstrahler, Öfen aussetzen; empfohlener Mindestabstand von Heizanlagen: 0,5 m;
  • für ausreichende Belüftung sorgen (natürlich oder künstlich durch Absaugung);
  • ggf. explosionsgeschützte Ausführung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel, wenn Belüftung nicht ausreicht;
  • Verkaufs-, Vorrats- und Lagerräume müssen baurechtliche Forderungen erfüllen, u. a. bzgl. Brandschutz;

     

    Wichtig

    Vorrats- und Lagerräume für Aerosolpackungen

    In Vorratsräumen dürfen nicht mehr als 20 m² Fläche mit Aerosolpackungen belegt werden. Sie müssen – wie Verkaufsräume – mit einem für die Brandklassen A, B und C geeigneten Feuerlöscher mit mindestens 6 kg Füllung ausgerüstet sein; es dürfen darin auch keine leicht entzündbaren Stoffe bereitgehalten werden (s. DGUV-I 213-005 und TRGS 510).

    Werden bis zu 20 kg Aerosole in Aerosolpackungen gelagert, gilt i. W. (s. DGUV-I 213-005):

    • Verpackungen und Behälter müssen geschlossen sein,
    • möglichst im Originalbehälter,
    • nicht in Verkehrswegen, Pausen-, Bereitschafts-, Sanitär-, Sanitätsräumen oder Tagesunterkünften,
    • Zündquellen vermeiden,
    • Erwärmung über 50 ºC ausschließen,
    • nicht in unmittelbarer Nähe von Arzneimitteln, Lebens- oder Futtermitteln.

    Für Lagerräume, in denen mehr als 20 kg Aerosole in Aerosolpackungen (gekennzeichnet mit H222 oder H223) gelagert werden, gelten zusätzlich besondere Forderungen bzgl. baulicher Anforderungen und Brandschutz, u.  a. (s. Abschn. 11 TRGS 510):

    • Sie dürfen nicht in bewohnten Gebäuden liegen.
    • Sie müssen von angrenzenden Räumen durch feuerbeständige Bauteile (Decken, Wände, Türen, Tore) abgetrennt sein.
    • Fußböden müssen aus nicht brennbaren Baustoffen sein.
    • Sie müssen eine ausreichende Lüftung besitzen und den Anforderungen an den Explosionsschutz genügen.

    Mit zunehmender Grundfläche von Lagerräumen und damit ggf. zunehmender Anzahl an gelagerten Aerosol- und Druckgaspackungen steigen die Anforderungen an die Sicherheit:

    • Flächen über 500 m² sind nur zulässig, wenn es ein Brandschutzkonzept gibt, das mit der zuständigen Behörde abgestimmt ist.
    • Ist die Fläche größer als 1.600 m², müssen Lagerräume durch Brandwände getrennt werden.
  • Verkaufs-, Vorrats- und Lagerräume müssen im Gefahrfall schnell und sicher verlassen werden können;
  • in der Nähe des Verkaufsstands von Spraydosen muss ein Feuerlöscher von mindestens 6 kg Füllgewicht vorhanden sein, der für die Brandklassen A, B und C geeignet ist. Feuerlöscher müssen leicht erkennbar und leicht zugänglich sein.
  • Tab. 1 gibt einen Überblick über zulässige Mengen, Brandschutz und Zusammenlagerung für Aerosolpackungen in Verkaufs-, Vorrats- und Lagerräumen.

     
      Verkaufsräume bzw. Verkaufsstände Vorratsräume Spezielle Lagerräume
    Zulässige Mengen grundsätzlich Tagesbedarf (Ausnahme: ebenerdige Großmärkte)

    nicht mehr als 20 m² der Fläche belegt

    bis 20 kg (H222, H223): DGUV-I 213-005 und Anlage 2 Nr. 2 TRGS 510
    mehr als 20 kg (H222, H223) bzw. ab 200 kg (nicht als gefährlich gekennzeichnet): Abschn. 11 TRGS 510
    Feuerlöscher für Brandklasse A, B und C mit mind. 6 kg Füllung Brandschutzmaßnahmen in Abhängigkeit der gelagerten Stoffe
    Zusammenlagerung keine leicht entzündbaren Stoffe, z. B. Pyrotechnik gemäß Tab. 2 TRGS 510

    Tab. 1: Lagerung von Aerosolpackungen

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