Insbesondere im internationalen Vergleich wird häufig die LTIF (Lost Time Injury Frequency) herangezogen. Die LTIF drückt die Unfallhäufigkeit aus. Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Unfälle, die in Relation zu den geleisteten Arbeitsstunden gesetzt werden. Bei der Berechnung werden sämtliche Unfälle, die einen Arbeitsausfall nach sich ziehen, berücksichtigt, also auch nicht meldepflichtige Unfälle. Nicht einheitlich ist allerdings hierbei, ob die Wegeunfälle mit in die Rechnung einfließen. Dies ist mitunter, nicht jedoch immer der Fall.

Die LTIF errechnet sich wie folgt:

Die Anzahl der Unfälle mit Ausfallzeit umfasst sämtliche Unfälle, die zu Todesfällen, dauerhafter Arbeitsunfähigkeit und verlorenen Arbeitstagen geführt haben.

In den USA werden üblicherweise 200.000 (nicht 1 Mio.) Arbeitsstunden für die Berechnung des LTIF herangezogen (die geleisteten Arbeitsstunden eines Mitarbeiters belaufen sich i. d. R. auf ca. 2.000 pro Jahr, demzufolge stellt der LTIF die Unfallhäufigkeit pro 100 Arbeitskräfte dar).

Alternative Bezeichnungen von LTIF sind LTIR (Lost Time Injury Rate) oder LTIFR (Lost Time Injury Frequency Rate).

Da bei der 1000-Mann-Quote nur meldepflichtige Unfälle berücksichtigt werden, bei der LTIF auch nicht meldepflichtige Unfälle (die einen Arbeitsausfall nach sich ziehen), ist ein direktes Umrechnen nicht möglich.

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