Fachbeiträge & Kommentare zu UWG

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / 2. Folgen und Gefahren für Rechtsdienstleister

Die Gefahren für Rechtsdienstleister liegen darin begründet, dass sie – im Extremfalle ohne Verschulden und unvorhersehbar – in eine Mithaftung als Störer (§ 8 Abs. 2 UWG) geraten. Das wird in der BGH-Entscheidung „Identitätsdiebstahl” Rn 12 und 13, recht deutlich: Zitat „Die Zahlungsaufforderungen der Beklagten und die ihr gemäß § 8 Abs. 2 UWG zuzurechnenden Zahlungsaufforde...mehr

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ZAP 19/2024, Internetreport / 7 Echtheit positiver Bewertungen ist im Zweifelsfalle vom Bewerteten zu beweisen

Vor dem LG und OLG Düsseldorf stritten sich zwei Rechtsanwälte wegen zu Werbezwecken veröffentlichter Bewertungen. Der Beklagte betreibt eine Facebook-Seite, auf der die Möglichkeit zur Bewertung seiner Rechtsanwaltskanzlei besteht. Dort fanden sich bis zu der durch den Beklagten in Reaktion auf die Abmahnung des Klägers vorgenommenen Löschung diverse Bewertungen Dritter. Di...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / b) Geschäftliche Handlung

Der zentrale Begriff der "geschäftlichen Handlung" findet sich nunmehr in § 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG undâEUR™wurde inhaltlich ergänzt. Klargestellt wurde, dass – wie schon bislang – auch digitale Inhalte und digitale Dienstleistungen erfasst sind. Zudem wurde eine Ergänzung aufgenommen, dass die geschäftliche Handlung auch in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Förderung des ...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / d) Neue Begriffsbestimmungen

Nach der in § 2 Abs. 2 Nr. 6 UWG neu eingeführten Definition handelt es sich bei einem "Online-Marktplatz" um einen Dienst, der es Verbrauchern ermöglicht, durch die Verwendung von Software, die von einem Unternehmer oder in dessen Namen betrieben wird, einschließlich einer Website, eines Teils einer Website oder einer Anwendung, Fernabsatzverträge (§ 312c BGB) mit anderen U...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / c) Inhalt und Umfang des Schadensersatzes

Nach der Gesetzesbegründung sollen für den Inhalt und Umfang des Schadensersatzanspruchs die §§ 249 ff. BGB maßgeblich sein und sich der Anspruch regelmäßig nur auf das negative Interesse richten mit der Folge, dass Verbraucher so zu stellen sind, als wäre die unzulässige geschäftliche Handlung nicht vorgenommen und Verbraucher nicht zu der jeweiligen geschäftlichen Entschei...mehr

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / 3. Berufsrecht (Rechtsdienstleister)

Es fragt sich daher, ob es über die vom OLG Hamburg innerhalb des UWG thematisierten Wertungswidersprüche nicht auch solche gibt, die mit der Berufsausübungsfreiheit (dem „Wie” der Berufsausübung, Art. 12 Abs. 1 S. 2 GG, bzw. Art. 15 Charta der Grundrechte der Europäischen Union – „Berufsfreiheit und Recht zu arbeiten”) der rechtsdienstleistenden Berufe zusammenhängen. Siche...mehr

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ZAP 12/2022, Internetreport / 4 Einfache Unterlassungserklärung gegenüber einem Mitbewerber ausreichend?

Das OLG Schleswig (Beschl. v. 3.5.2021 – 6 W 5/21, ZAP EN-Nr. 457/2021) hatte Gelegenheit, sich mit der durch das Gesetz zur Stärkung des fairen Wettbewerbs zum 2.12.2020 in Kraft getretenen Vorschrift des § 13a Abs. 2 UWG zu befassen, die lautet: Zitat Die Vereinbarung einer Vertragsstrafe nach Absatz 1 ist für Anspruchsberechtigte nach § 8 Absatz 3 Nummer 1 bei einer erstmal...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / 3. Anspruchsdurchsetzung

Die Darlegungs- und Beweislast für die anspruchsbegründenden Tatsachen trifft nach allgemeinen Grundsätzen den Verbraucher. Jedoch werden in der Literatur auch Beweislasterleichterungen etwa im Hinblick auf die Kausalität zwischen einer unzulässigen geschäftlichen Handlung und der geschäftlichen Entscheidung des Verbrauchers vorgeschlagen (KBF/Köhler, UWG § 9 Rn 2.26; Heinze...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / a) Geschäftliche Entscheidung

Der Begriff der "geschäftlichen Entscheidung" findet sich unverändert in § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG . Er umfasst nicht nur die Entschließung eines Verbrauchers über den Erwerb eines Produkts, sondern auch vorgelagerte Entscheidungen wie etwa über das Aufsuchen eines Geschäfts oder einer Portalseite im Internet oder die Ausübung vertraglicher Rechte im Zusammenhang mit einer Ware (B...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / 1. Geänderte Normstruktur

Der Irreführungstatbestand in § 5 UWG wurde redaktionell verändert, um die Lesbarkeit der Vorschrift zu verbessern (BT-Drucks 19/27873 S. 33). Der bisherige § 5 Abs. 1 S. 2 UWG, die Definition der irreführenden geschäftlichen Handlung sowie der Katalog der Umstände, auf die sich unwahre oder zur Täuschung geeignete Angaben beziehen können, wurde unverändert in einen eigenstä...mehr

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / III. Urteilsbegründung und Analyse

Das Berufungsgericht sah entgegen der Vorinstanz die Voraussetzungen für den Unterlassungsanspruch nach §§ 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 3 i.V.m. 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 UWG als erfüllt an. Gemäß der Rechtsprechung des BGH (Urt. v. 6.6.2019 – I ZR 216/17 – Identitätsdiebstahl, ZAP EN-Nr. 631/2019) stelle das Versenden einer Zahlungsaufforderung eine geschäftliche Handlung i.S.v. § 2 Abs. ...mehr

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ZAP 4/2024, Anschwärzung: Kollektive Anspruchsdurchsetzung durch Wirtschaftsverbände

(BGH, Urt. v. 23.1.2024 – I ZR 147/22) • Die Vorschrift des § 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG ist nicht dahingehend teleologisch zu reduzieren, dass stets allein die in ihrem individuellen Schutzinteresse betroffenen Mitbewerber (§ 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG) zur Geltendmachung von Ansprüchen wegen einer (möglichen) Anschwärzung gem. § 4 Nr. 2 UWG befugt sind. Eine kollektive Anspruchsdurchsetzu...mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / b) Zweifacher Kausalzusammenhang

Liegt danach eine unzulässige geschäftliche Handlung vor, so erfordert ein Anspruch auf Schadensersatz zunächst, dass der Verbraucher dadurch zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlasst worden ist, die er andernfalls nicht getroffen hätte, und dem Verbraucher daraus ein Schaden entstanden ist. Anders als bei einem Unterlassungsanspruch (§ 8 Abs. 1 UWG) reicht es für die sog...mehr

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ZAP 16/2021, Verstoß gegen Informationspflichten: Einfache Unterlassungserklärung

(OLG Schleswig, Beschl. v. 3.5.2021 – 6 W 5/21) • Bei Verstößen gegen § 13 Abs. 4 UWG n.F. (Informationspflichten) reicht es aus, wenn der Schuldner eine einfache Unterlassungserklärung ohne Vertragsstrafeversprechen abgibt. Hierdurch wird die Wiederholungsgefahr beseitigt und einem Unterlassungsanspruch gem. § 8 UWG die Grundlage entzogen. Dies ist – so der Senat – mit Art....mehr

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ZAP 13/2022, Neuerungen im ... / a) Vorsätzlich oder fahrlässig begangene unzulässige geschäftliche Handlung

Wer vorsätzlich oder fahrlässig eine nach § 3 UWG unzulässige geschäftliche Handlung vornimmt und hierdurch Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung (o.II.2.a) veranlasst, die sie andernfalls nicht getroffen hätten, ist ihnen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet (§ 9 Abs. 2 S. 1 UWG). Keine Ersatzpflicht besteht dagegen – mit Rücksicht auf den Ums...mehr

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ZAP 19/2020, Internetreport / 9 Hinweis auf Rechtsform der „GbR” erforderlich

Nach § 5a Abs. 2 S. 1 UWG handelt unlauter, wer im konkreten Fall unter Berücksichtigung aller Umstände dem Verbraucher eine wesentliche Information vorenthält. Nach § 5a Abs. 3 Nr. 2 UWG gilt die Identität und die Anschrift des Unternehmers als wesentlich, sofern Waren unter Hinweis auf ihre Merkmale und ihren Preis so angeboten werden, dass ein durchschnittlicher Verbrauch...mehr

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ZAP 9/2023, Mitteilung fals... / III. Rechtliche Bewertung

Das Berufungsgericht hat den sich aus § 8 Abs. 1, §§ 3, 5 Abs. 1 UWG (bzw. dem insoweit identischen § 5 Abs. 1 S. 1 UWG a.F.) ergebenden Unterlassungsanspruch eingehend durchgeprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass im vorliegenden Fall der Irreführungstatbestand, so wie der EuGH und der BGH diesen – richtlinienkonform – auslegen, nicht erfüllt ist. Nach der hier releva...mehr

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ZAP 9/2023, Mitteilung fals... / 2. Schreiben der Beklagten als geschäftliche Handlung

Das angegriffene Schreiben der Beklagten stellt eine geschäftliche Handlung i.S.v. § 5 Abs. 1 UWG n.F. (entspricht § 5 Abs. 1 S. 1 UWG a.F.) dar. Gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG n.F. (entspricht § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG a.F.) ist eine solche u.a. jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen Unternehmens – auch nach einem Geschäftsabschluss –, das mit der Durchführung eines Vert...mehr

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ZAP 5/2022, Preisinformationen bei Kopplungsangeboten: Wettbewerbsrechtliche Anforderungen

(BGH, Urt. v. 25.11.2021 – I ZR 148/20) • Kopplungsangebote sind grds. zulässig. Wettbewerbswidrig ist ein solches Angebot jedoch dann, wenn die Gefahr besteht, dass die Verbraucher über den Wert des tatsächlichen Angebots, namentlich über den Wert der angebotenen Zusatzleistung, getäuscht oder sonst unzureichend informiert werden. Zur Beurteilung als wettbewerbswidrig kann ...mehr

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AGS 08-09/2018, Erstattungs... / 2 Aus den Gründen

Die zulässige sofortige Beschwerde ist zum größten Teil begründet. 1. Reisekosten, Tage- und Abwesenheitsgelder Die von der Klägerin geltend gemachten Reisekosten des in München ansässigen Prozessbevollmächtigten nach Hamburg sind entgegen der Ansicht des LG nicht erstattungsfähig. Die Beauftragung der Münchner Prozessbevollmächtigten war nicht notwendig (§ 91 Abs. 2 S. 1 ZPO)...mehr

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ZAP 19/2023, Internetreport / 4 Zur Haftung von Amazon für sog. Affiliates

Der BGH hatte sich mit der Frage beschäftigt, ob Amazon-Gesellschaften für wettbewerbswidrige Angaben Dritter (sog. Affiliates als Teilnehmer am sog. Amazon-Partnerprogramm), haften (BGH, Urt. v. 26.1.2023 – I ZR 27/22). Grundlage des dem Verfahren zugrunde liegenden Amazon-Partnerprogramms ist eine „Vereinbarung zur Teilnahme am Amazon-Partnerprogramm”, bei dem ein Amazon-Un...mehr

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ZAP 3/2026, Gesetzgebungsre... / 10. Nachhaltigkeit und Wettbewerbsrecht

Das am 19.12.2025 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Dritte Gesetz zur Änderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb v. 12.2.2026 (BGBl 2026 I Nr. 43 v. 19.2.2026) dient vorrangig der Umsetzung der EU-Richtlinien (EU) 2024/825 und (EU) 2023/2673 in nationales Wettbewerbsrecht. Ziel ist es, irreführende Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegel sowie manipulativ ge...mehr

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Belohnung, Geschenke (BAT) / 5 Folgen einer Verletzung

Die Verletzung des § 10 BAT kann in besonderen Fällen (Bestechlichkeit) ein außerordentlicher Kündigungsgrund nach § 54 BAT sein, bei wiederholten Verstößen ist in der Regel ein verhaltensbedingter Kündigungsgrund anzunehmen. Strafrechtlich kann der Verstoß bei einem Angestellten des Öffentlichen Dienstes als Tat im Sinne der §§ 331, 332 StGB gewertet werden, während für alle...mehr

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ZAP 19/2023, Internetreport / 10 Zur Schriftgröße von Pflichtangaben

Diverse Vorschriften enthalten Vorgaben, wie Pflichtangaben darzustellen sind. Beispielsweise bestimmt Art. 13 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (Lebensmittelinformationsverordnung; kurz: LMIV), dass die Pflichtangaben gem. Art. 9 Abs. 1 LMIV, wenn sie auf der Packung oder dem daran befestigten Etikett gemacht werden, dort in einer Schriftgröße mit einer x-Höhe gem. A...mehr

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ZAP 12/2024, Internetreport / 22 Pflicht zur Vorhaltung des Biozid-Warnhinweises auch ohne Online-Bestellmöglichkeit

Werbung i.S.d. Verordnung (EU) Nr. 528/2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten (Biozid-Verordnung) ist „ein Mittel zur Förderung des Verkaufs oder der Verwendung von Biozidprodukten durch gedruckte, elektronische oder andere Medien” (Art. 3 Abs. 1 lit. y) Biozid-VO). Bei jeder Werbung für ein Biozid-Produkt muss folgender Warnhinweis...mehr

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ZAP 12/2019, Internetreport / 3 Rabattangebote: Ausnahmen müssen angegeben werden

Rabattangebote beschäftigen die Wettbewerbsgerichte regelmäßig. In einem vom LG Leipzig (Urt. v. 30.1.2018 – 1 HK O 1757/17) entschiedenen Sachverhalt war Folgendes passiert: Ein Unternehmen hatte Polstermöbel vertrieben und auf Seite 1 seines Prospekts mit der groß gestalteten Angabe "Steuerfrei einkaufen 19 % MwSt geschenkt" geworben. Daneben war ein Sternchenhinweis einge...mehr

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ZAP 22/2025, Internetreport / 3 Irreführende Werbung mit unwahrer Durchschnittsbewertung

Das OLG Düsseldorf hatte entschieden, dass auf einer Website veröffentlichte Kundenbewertungen Werbungen darstellen (Urt. v. 23.5.2024 – I-20 U 135/23). Derjenige, der Bewertungen veröffentliche, sei hierfür verantwortlich; er müsse die Echtheit prüfen bzw. auf eine unterbliebene Überprüfung deutlich und klar hinweisen (vgl. auch § 5b Abs. 3 UWG). Ein Unternehmen, das Solaran...mehr

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ZAP 2/2023, Das neue Immobi... / d) Wettbewerbsverstoß

Die Vorschrift des § 656c BGB ist eine Marktverhaltensregelung, deren Nichtbeachtung den Unlauterkeitsvorwurf gem. § 3a UWG nach sich zieht (LG Hildesheim, Urt. v. 30.11.2021 – 11 O 9/21, WRP 2022, 373; D. Fischer, NJW 2022, 1212 Rn 20; Wistokat, NZM 2022, Heft 10, V). Hinweis: Andere Makler als Mitbewerber und Institutionen nach § 8 Abs. 3 UWG sind berechtigt, gegen den betr...mehr

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ZAP 9/2023, Mitteilung fals... / 3. Äußerungen der Beklagten sind „Angaben”

Bei den im angegriffenen Schreiben beanstandeten Äußerungen handelt es sich um Angaben i.S.d. § 5 Abs. 2 UWG n.F. (entspricht § 5 Abs. 1 S. 2 UWG a.F.). Diese sind zum einen objektiv unrichtige, aber auch sonst zur Täuschung geeignete Angaben. Unter den Begriff der „Angabe” fallen nicht nur Tatsachenbehauptungen, sondern bei gebotener richtlinienkonformer Auslegung ggf. auch...mehr

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ZAP 12/2022, Internetreport / 7 Gesetz für faire Verbraucherverträge: Wichtige Änderungen für Online-Unternehmen

Das Gesetz für faire Verbraucherverträge ist am 17.8.2021 verkündet worden (BGBl I 2021, S. 3433). Es tritt stufenweise in Kraft. Die neuen Kündigungsregelungen zu Dauerschuldverhältnissen sind zum 1.3.2022 in Kraft getreten, der Kündigungsbutton wird erst ab dem 1.7.2022 verpflichtend. Wir geben an dieser Stelle einen kurzen Überblick über einige Änderungen, die auch für On...mehr

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ZAP 21/2024, Entwicklungen ... / b) Haftung des Franchise-Gebers

Da dieses Handeln aber durch den Franchise-Geber vorgegeben wurde, kam auch eine Haftung des Franchise-Gebers gem. § 8 Abs. 2 UWG in Betracht, d.h. auch der Franchise-Geber haftete für dieses wettbewerbswidrige Vorgehen des Franchise-Nehmers. Dieser Grundsatz wird leider oft übersehen, obwohl er sich schon aus der Grundsatzentscheidung des BGH mit Urt. v. 5.4.1995 (I ZR 133/9...mehr

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ZAP 14/2018, Wettbewerbsrec... / 1. Rechtliche Bedeutung

Der größte Teil aller Wettbewerbsstreitigkeiten wird durch Abmahnung als geschäftsähnliche Rechtshandlung und durch anschließende Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (Unterwerfungserklärung) erledigt. Diese Art der außergerichtlichen Streitbeilegung hat der Gesetzgeber in § 12 Abs. 1 S. 1 UWG vorgesehen, wobei die Abmahnung keine Prozessvoraussetzung ist, sond...mehr

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ZAP 17/2019, Klagebefugnis der Umwelthilfe: Überschusserzielung

(BGH, Urt. v. 4.7.2019 – I ZR 149/18) • Ob ein beanstandetes Verhalten eines Verbraucherverbands bei der Anspruchsverfolgung unter dem Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs § 8 Abs. 4 S. 1 UWG oder unter dem Gesichtspunkt der Klagebefugnis § 8 Abs. 3 Nr. 2 und 3 UWG zu prüfen ist, richtet sich danach, ob der Vorwurf auf das Vorgehen im konkreten Fall zielt oder auf die allgeme...mehr

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ZAP 1/2025, Internetreport / 7 Keine Aufgliederung nach Sterneklassen bei Werbung mit Sternebewertungen

Ein Unternehmen betrieb eine Webseite, auf der Immobilienverkäufer an Immobilienmakler vermittelt wurden. Auf der Webseite warb es damit, dass seine Kunden ihre Makler im Durchschnitt mit 4,7 von 5 möglichen Sternen bewertet hätten, ohne dass es hierzu weitere Angaben machte. Zudem warb es mit der Angabe „Bekannt aus ...”. Auf einer weiteren Website warb es mit der Angabe „K...mehr

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ZAP 17/2017, Impressumspflicht: Verstoß gegen § 5 TMG

(OLG Frankfurt, Urt. v. 14.3.2017 – 6 U 44/16) • Macht ein nicht in das Handelsregister eingetragenes Unternehmen in seinem Internetauftritt die Angaben "Registergericht: Amtsgericht 000" sowie "Registernummer: HR 000" liegt hierin ein – zugleich unlauterer (§§ 3a, 5a UWG) – Verstoß gegen die Impressumspflichten nach § 5 TMG; Gleiches gilt für vergleichbare Angaben zur Aufsi...mehr

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ZAP 12/2023, Internetreport / 13 Umfang der Informationspflicht über Herstellergarantien

Der EuGH (Urt. v. 5.5.2022 – C-179/21) hatte zur Informationspflicht bezüglich Herstellergarantien die Rechtslage bereits grds. geklärt. Nach diesem Urteil ist nur derjenige Händler verpflichtet, sich die Garantieinformationen des Herstellers zu beschaffen und darüber vollständig zu belehren, der die Garantie zum „zentralen oder entscheidenden Merkmal seines Angebots” macht....mehr

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / II. Sachverhalt

Ein Inkassounternehmen verschickte im Auftrag der T. Germany GmbH & Co. KG ein Mahnschreiben an eine Verbraucherin und begründete die geltend gemachten Forderungen entsprechend den von der Auftraggeberin erteilten Informationen damit, die Verbraucherin habe mit der Telefongesellschaft einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen. Da vorangegangene Mahnungen der Auftraggeberin als un...mehr

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ZAP 17/2019, Internetreport / 18 Haftung für Dritte: sog. Beauftragtenhaftung

Begeht ein Unternehmer eine wettbewerbswidrige Handlung selbst, kann er nach § 8 Abs. 1 UWG auf Beseitigung und bei Wiederholungsgefahr auf Unterlassung in Anspruch genommen werden. Schaltet ein Unternehmer Dritte ein, so stellt sich die Frage, ob er auch für deren Handlungen haftet. § 8 Abs. 2 UWG bestimmt insoweit, dass der Unterlassungs- und der Beseitigungsanspruch auch ...mehr

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / 5. Revisionszulassung

Wie schon vorstehend erwähnt, hat das OLG Hamburg die Revision sowohl bezüglich der Frage eines Wertungswiderspruchs zwischen dem Tatbestand der Nr. 29 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG und dem Irreführungstatbestand nach § 5 Abs. 1 UWG als auch zur Frage, wann eine in der Nr. 29 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG erwähnte Dienstleistung erbracht worden ist, zugelassen. Es bleibt zu ...mehr

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ZAP 9/2021, Wettbewerbswidr... / 1. Denkbare Fallkonstellationen

Bekannt geworden sind einschließlich der eingangs erwähnten beiden Urteile des OLG Hamburg fünf Entscheidungen (zwei davon ergingen gegen Inkassounternehmen) mit folgenden Sachverhalten – alle Verbraucher als Kunden betreffend: Aktivierung von Vertragsmodulen ohne Kenntnis und Zustimmung des Kunden: Es ging um SIM-Karten, auf denen Internetzugangs- und Mailboxsysteme vorinsta...mehr

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ZAP 12/2019, Wettbewerbsrecht: Aktivierung eines zweiten WLAN-Signals

(BGH, Urt. v. 25.4.2019 – I ZR 23/18) • In der Aktivierung eines zweiten WLAN-Signals auf dem von einem Telekommunikationsdienstleister seinen Kunden zur Verfügung gestellten WLAN-Router, das von Dritten genutzt werden kann, liegt keine unzumutbare Belästigung i.S.v. § 7 Abs. 1 S. 1 UWG, wenn den Kunden ein Widerspruchsrecht zusteht, die Aktivierung des zweiten WLAN-Signals ...mehr

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ZAP 13/2022, Marktverhaltensregel: Keine Vertretungsbefugnis von Haftpflichtversicherern

(BGH, Urt. v. 10.3.2022 – I ZR 70/21) • § 79 Abs. 2 ZPO, der die vertretungsbefugten Personen vorschreibt, stellt eine Marktverhaltensregelung i.S.d. § 3a UWG dar. Ein Haftpflichtversicherer hat im gegen seinen Versicherungsnehmer geführten Prozess keine Vertretungsbefugnis gem. § 79 Abs. 2 S. 2 Nr. 2 ZPO. Ein Verstoß gegen die Vertretungsbefugnis i.S.d. § 79 Abs. 2 ZPO stel...mehr

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ZAP 12/2023, Internetreport / 25 Zu einer wettbewerbswidrigen Ein-Sterne-Bewertung

Sofern Rezensenten ein Unternehmen im Google Unternehmensprofil (Google My Business) mit einem von fünf möglichen Sternen bewerten, hat das bewertete Unternehmen i.d.R. ein Interesse daran, diese Ein-Sterne-Bewertung, die von den angesprochenen Verkehrskreisen als „negative Bewertung” wahrgenommen wird, löschen zu lassen. Eine solche Bewertung war kürzlich Gegenstand einer E...mehr

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ZAP 9/2023, Mitteilung fals... / 4. Tatbestandliche Einschränkung bei Aussagen zur Rechtslage

Aussagen über die Rechtslage werden allerdings nur in bestimmten Fällen von § 5 Abs. 1 UWG erfasst. Aus rechtsstaatlichen Gründen ist insofern eine Einschränkung des Anwendungsbereichs beim Irreführungstatbestand vorzunehmen (Köhler/Bornkamm/Feddersen, UWG, 41. Aufl. 2023, § 5 Rn 8.3 sowie 1.18 m. Nachw.). Einem Unternehmer darf für die Wahrnehmung seiner Rechte nicht verweh...mehr

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ZAP 9/2023, Mitteilung fals... / IV. Auf der Linie der BGH- und EuGH-Rechtsprechung

Die Reichweite des Begriffs der geschäftlichen Handlung (§ 2 Abs. 1 Nr. 2 UWG) wird u.a. geprägt durch die zwei vom OLG Köln angeführten BGH-Urteile (v. 25.4.2019 – I ZR 93/17, Prämiensparverträge; v. 10.1.2013 – I Z 190/11, Standardisierte Mandatsbearbeitung). In diesen Fällen hatten die Klagen und die Revisionen zwar keinen Erfolg. Aber der BGH und der EuGH (Urt. v. 16.4.2...mehr

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ZAP 11/2024, Unerlaubte Rec... / XI. Wettbewerbsrechtliche Ansprüche

Rechtsanwälte oder Rechtsanwaltskammern (wie die Rechtsanwaltskammer Köln im Falle des BGH, (Urt. v. 11.2.2021 – I ZR 227/19 – Rechtsberatung durch Architektin) könnten gegen Architekten, die unerlaubte Rechtsdienstleistungen erbringen, wettbewerbsrechtlich vorgehen, diese z.B. auf Unterlassung (§ 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 1 bzw. 2 UWG, § 3a UWG bzw. § 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 UKlaG) ...mehr

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ZAP 1/2025, Internetreport / 4 Veröffentlichte Kundenbewertungen sind Werbung

In einer Wettbewerbsstreitigkeit zweier Rechtsanwaltskanzleien ging es um offensichtlich gefälschte Bewertungen („Fake”-Bewertungen) durch „Mandanten” auf der Bewertungsplattform „ProvenExpert”. Nach erfolgloser Abmahnung erwirkte die sich in ihren Rechten verletzt sehende Kanzlei eine einstweilige Verfügung gegen den Mitbewerber, die vom OLG Düsseldorf (Urt. v. 23.5.2024 – ...mehr

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ZAP 9/2019, Bestimmung der ... / 1. Von der Rechtsprechung entwickelter Rahmen

Im Geschäftsbereich normaler wirtschaftlicher Bedeutung ist die Spanne einer ausreichenden Vertragsstrafe beim ersten Verstoß zwischen 2.500 EUR bis 10.000 EUR zu bemessen (OLG Nürnberg, Beschl. v. 21.8.2018 – 3 U 1138/18; OLG Celle, Urt. v. 5.12.2013 – 13 W 77/13; OLG Oldenburg, Beschl. v. 12.8.2009 – 1 W 37/09; OLG Frankfurt, Beschl. v. 9.12.2013 – 11 W 27/13). Eine ausrei...mehr

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ZAP 17/2019, Internetreport / 10 Wesentliche Informationen: Angaben zur Person des Vertragspartners

Nach § 5a Abs. 2 S. 1 UWG handelt unlauter, wer dem Verbraucher eine wesentliche Information vorenthält, die der Verbraucher nach den Umständen benötigt, um eine informierte geschäftliche Entscheidung zu treffen, und deren Vorenthalten geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er anderenfalls nicht getroffen hätte. Nach § 5a Abs. ...mehr

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ZAP 19/2024, Internetreport / 22 Nach Anklicken eines Links erscheinender Biozid-Hinweis ist nicht rechtzeitig

Ein Unternehmen hatte auf seiner Webseite ein Reinigungs- und Desinfektionsmittel, das unstreitig ein Biozid-Produkt darstellt, beworben. Die Webseite diente allerdings lediglich der Produktinformation (Schaufenster) und eröffnete keine Kaufmöglichkeiten. Das Unternehmen bot jedoch Cashback-Optionen an. Der bei Biozid-Produkten nach Art. 72 Abs. 1 S. 1 Biozid-Verordnung erfo...mehr