Typisierte Ermittlung der nicht abzugsfähigen Schuldzinsen

Das FG Düsseldorf hat keine verfassungsrechtlichen Zweifel an der typisierten Ermittlung der nicht abzugsfähigen Schuldzinsen.

Höhe des typisierenden Zinssatzes verfassungsgemäß?

In dem Urteilsfall wehrte sich die Klägerin gegen die Erhöhung ihrer gewerblichen Einkünfte um nicht abzugsfähige Schuldzinsen. Ihrer Auffassung nach bestehen verfassungsrechtliche Zweifel an der Höhe des typisierenden Zinssatzes von 6 Prozent. Die Klägerin führte an, dass dieser Zinssatz keinen Bezug zum langfristigen Marktzinsniveau habe. Sie bezog sich dabei auf die verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die in § 238 AO geregelte Zinshöhe. Diese  würde auch für die typisierte Berechnung beim Schuldzinsenabzug gelten.

Doch das FG Düsseldorf entschied zuungunsten der Klägerin und hatte keine verfassungsrechtlichen Zweifel an der typisierten Begrenzung des Schuldzinsenabzugs.

FG Düsseldorf, Gerichtsbescheid v. 31.5.2019, 15 K 1131/19 G,F, Revision beim BFH unter Az. IV R 19/19, veröffentlicht mit dem Oktober-Newsletter des FG Düsseldorf

Schlagworte zum Thema:  Schuldzinsen, Verfassungsrecht