In der Erbschaftsteuer gibt es Steuerbefreiungsvorschriften. Ein Familienheim kann steuerbefreit sein. Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass sich die Erbschaftsteuerbefreiung für ein sog. Familienheim nicht auf ein angrenzendes Gartengrundstück erstreckt.

In dem Urteilsfall klagt die Alleinerbin eines Erblassers. Vererbt wurden zwei Flurstücke, die aneinander angrenzen und im Grundbuch auf verschiedenen Blättern eingetragen sind. Ein Flurstück ist mit einem Einfamilienhaus bebaut, das andere unbebaut. Für beide Flurstücke begehrte die Klägerin erbschaftsteuerlich die Anwendung der Steuerbefreiung für mit einem Familienheim bebaute Grundstücke. Doch das Finanzamt vertrat die Auffassung, dass es sich um zwei selbstständige wirtschaftliche Einheiten handele und gewährte nur für das bebaute Flurstück die Steuerbefreiung. 

Zivilrechtliche Gegebenheiten sind entscheidend 

Das FG Düsseldorf entschied ebenfalls, dass nur für das bebaute Flurstück die Steuerbefreiung in Betracht kommt. Es begründet allerdings, dass nicht die wirtschaftliche Einheit eine Rolle spielt sondern die zivilrechtliche Einordnung. Das Gartengrundstück ist mit einer eigenen Nummer eingetragen und daher nicht steuerbefreit. 

FG Düsseldorf, Urteil v. 16.5.2018, 4 K 1063/17 Erb, veröffentlicht mit Meldung v. 5.6.2018

Schlagworte zum Thema:  Erbschaftsteuer, Steuerbefreiung, Garten

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