Berücksichtigung des Altersentlastungsbetrags beim Verlustabzug

Das FG Köln hat entschieden, dass der Altersentlastungsbetrag im Rahmen der Verlustfeststellung auch dann zu berücksichtigen ist, wenn sich hierdurch ein nicht ausgeglichener Verlust weiter erhöht.

In dem Urteilsfall klagte ein Ehepaar, dass zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wurde. Der Gesamtbetrag der Einkünfte der Kläger war im betroffenen Streitjahr negativ: 

  • Kläger: -27.597 EUR 
  • Klägerin -1.095 EUR

Altersentlastungsbetrag bei der Verlustfeststellung 

Für beide Kläger wurde ein Altersentlastungsbetrag  abgezogen (Kläger: 1.216 EUR, Klägerin: 1.095 EUR). Allerdings ließ das Finanzamt die Altersentlastungsbeträge bei der Feststellung des zum 31.12. verbleibenden Verlustabzugs unberücksichtigt und stellte den verbleibenden Verlust für den Kläger auf 26.381 EUR fest. Keine Feststellung erfolgte für die Klägerin. Die Kläger klagten dagegen erfolgreich vor dem FG Köln. 

FG Köln, Urteil v. 12.12.2018, 10 K 1730/17, veröffentlicht am 1.3.2019, Pressemeldung v. 8.3.2019

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