Im Juli 2018 hat Haufe eine Umfrage unter 656 Mitarbeitern von Steuerkanzleien durchgeführt, in der es um Erwartungen, Chancen und Risiken des digitalen Wandels in Steuerkanzleien ging. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Die Folgen des digitalen Wandels werden von Steuerkanzleien unterschätzt. Diese Einschätzung teilen etwa 68 % der Teilnehmer der Umfrage. Dabei ist der Blick auf die persönliche Situation in der Regel durchaus optimistisch. So sehen nur etwa 19 % der Befragten im digitalen Wandel mehr Risiken als Chancen für die eigene Kanzlei. 

38 % der Befragten halten die eigene Kanzlei für gut oder sehr gut darauf eingestellt. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer scheint sich dagegen mitten im Umstellungsprozess zu befinden und sieht sowohl Licht als auch Schatten.

Mehr beratende Tätigkeiten und Analysetätigkeiten

Eingeräumt wird, dass sich das Anforderungsprofil der Mitarbeiter in Steuerkanzleien in den nächsten 5 Jahren deutlich (ca. 48 %) bzw. moderat (ebenfalls ca. 48 %) verändern wird. Hierbei gehen 87 % der Teilnehmer davon aus, dass beratende Tätigkeiten und Analysetätigkeiten zukünftig wichtiger werden.

Mehr oder weniger Umsatz?

Während bei der Buchhaltung und der Lohn/Gehaltsabrechnung im Schnitt keine positiven Umsatzentwicklungen erwartet werden, sieht das Bild bei den "echten Beratungstätigkeiten" schon anders aus. Bei der steuerlichen Gestaltungsberatung (z. B. Rechtsformwahl, Vertragsgestaltung mit nahen Angehörigen, Nachfolgevereinbarungen) wird von 62 % der Teilnehmer mehr oder deutlich mehr Umsatzpotenzial gesehen. Bei der betriebswirtschaftlichen Beratung (z. B. Betriebsentwicklungsprognosen, Finanzierungsalternativen, Kosten-Nutzen-Analysen) liegt die Quote bei 56 %.

Download der Umfrageergebnisse "Digitale Transformation in der Steuerkanzlei"​​​​​​​