Erträge aus Währungssicherungsgeschäften

Sind Gewinne aus Währungssicherungsgeschäften Bestandteil des Veräußerungspreises nach § 8b KStG? Das BMF bezieht Stellung.

Gewinne aus Währungssicherungsgeschäften

Der BFH hat entschieden, dass Gewinne aus Währungssicherungsgeschäften, die ausschließlich zum Ausschluss bzw. zur Minderung des Währungskursrisikos einer konkret geplanten, in Fremdwährung abzuwickelnden Anteilsveräußerung abgeschlossen worden sind, in den steuerfreien Veräußerungsgewinn nach § 8b Abs. 2 Satz 1 KStG miteinzubeziehen sind (BFH, Urteil v. 10.4.2019, I R 20/16).

BMF-Schreiben veröffentlicht 

In einem aktuellen BMF-Schreiben nimmt die Finanzverwaltung Bezug auf diese Rechtsprechung und erläutert, wann der erforderliche Veranlassungszusammenhang für diese Konstellation gegeben ist. Zudem werden erörtert:

  • Abweichungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft
  • Änderungen und Anpassungen des Sicherungsgeschäfts
  • Ausbleiben der Anteilsveräußerung
  • Unterschiedliche Realisierungszeitpunkte bei Grund- und Sicherungsgeschäft
  • Verluste aus Währungssicherungsgeschäften

BMF, Schreiben v. 5.10.2020, IV C 2 - S 2750-a/19/10005 :002

Schlagworte zum Thema:  Körperschaftsteuer, Veräußerungsgewinn, Gewinn