BMF: Fortführungsgebundener Verlustvortrag nach § 8d KStG

Das BMF hat in einem umfangreichen Schreiben mit vielen Beispielen zum fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach § 8d KStG Stellung genommen, das laut einem weiteren Erlass entsprechend für die Gewerbesteuer gilt.

Der Gesetzgeber hatte 2016 mit Rückwirkung auf den 1.1.2016 mit § 8d KStG einen weiteren Ausnahmetatbestand geschaffen, damit noch nicht genutzte Verluste erhalten bleiben. Kernvoraussetzung, dass nach dem Anteilseignerwechsel derselbe Geschäftsbetrieb fortgeführt wird.

§ 8d KStG aus Sicht der Finanzverwaltung

Das BMF setzt sich detalliert mit der Regelung auseinander und erläutert auch anhand von insgsamt 34 Beispielen folgende Aspekte:

  • Anwendungsbereich der Regelung
  • Antragserfordernis
  • Allgemeine materielle Voraussetzungen
  • Begriff des Geschäftsbetriebs (§ 8d Abs. 1 Satz 3 und 4 KStG)
  • Kein Ereignis i. S. d. § 8d Absatz 2 KStG im Beobachtungszeitraum B
  • Ausschluss des Anwendungsbereichs (§ 8d Abs. 1 Satz 2 KStG)
  • Rechtsfolgen
  • Untergang des fortführungsgebundenen Verlustvortrags durch schädliche Ereignisse
  • Stille-Reserven-Klausel
  • Anwendung des § 8c KStG auf einen fortführungsgebundenen Verlustvortrag nach § 8d KStG
  • Erstmalige Anwendung des § 8d KStG

Entsprechende Anwendung bei der Gewerbesteuer

Nach Gleich lautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder ist das BMF-Schreiben entsprechend bei der Gewebresteuer anzuwenden.

BMF, Schreiben v. 18.3.2021, IV C 2 - S 2745-b/19/10002 :002

Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder v. 19.3.2021