Vergütungsanspruch des Anwalts kann trotz Kündigung des Mandats bestehen bleiben
Der Dienstverpflichtete, also der Anwalt, könne grundsätzlich seinen den bisherigen Leistungen entsprechenden Teil der Vergütung verlangen (§ 628 Abs. 1 Satz 1 BGB). Demnach verblieben dem Rechtsanwalt die bereits mit der Berufungseinlegung angefallenen Gebühren in voller Höhe.
Wann besteht kein Honoraranspruch?
Hat allerdings der Anwalt durch vertragswidriges Verhalten die Kündigung des Auftraggebers veranlasst, so steht ihm nach der Vorschrift des § 628 Abs. 1 Satz 2 Fall 2 BGB, ein Anspruch auf die Vergütung nicht zu, wenn seine bisherigen Leistungen infolge der Kündigung für den anderen Teil kein Interesse mehr haben.
Dies setzt ein vertragswidriges, die Kündigung des Vertragspartners veranlassendes Verhalten voraus.
Anwalt muss keine aussichtslosen Prozesse führen
Der Hinweis auf die fehlenden Erfolgsaussichten des Rechtsmittels und die Empfehlung, das Rechtsmittel zurückzunehmen, seien jedoch nicht zu beanstanden, meinten die Karlsruher Richter. Der Anwalt habe von der Durchführung eines erfolglosen Rechtsmittels ebenso abzuraten, wie von der Führung eines von vorneherein aussichtslosen Rechtsstreits.
(BGH, Urteil v. 26.09.2013, IX ZR 51/13).
-
Harsche BGH-Rüge für überlanges Urteil eines LG
792
-
Abschreibung: Gebrauchter PKW als Geschäftswagen sinnvoll?
311
-
Fristverlängerung bei Gericht beantragen - Fehlerquellen und Haftungsgefahren
217
-
Angemessene Beileidswünsche beim Tod von Mitarbeitern, Mandanten und Geschäftspartnern
2011
-
Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte gilt ab August 2026
1022
-
Anwalt darf die anwaltlich vertretene Gegenseite nicht direkt kontaktieren
97
-
KI-Recherche für Juristen
85
-
Drohung des Anwalts mit Mandatsniederlegung zur Unzeit
672
-
Messie-Syndrom ist allein kein Grund für Wohnungskündigung
52
-
Einspruchsfrist versäumt: Was ist bei Bescheidverspätung oder Verlust in der Post zu beachten?
44
-
KI-Leitfaden gibt konkrete Handlungsanleitungen auch für Kanzleien
25.09.2026
-
Widerruf der Anwaltszulassung wegen fehlendem Kanzleischild
23.09.2026
-
Schmerzensgeld nach Rauferei auf der Oktoberfest-Wiesn
20.09.2026
-
Harsche BGH-Rüge für überlanges Urteil eines LG
13.09.2026
-
Vorsicht vorm Versorgungswerk!
10.09.2026
-
Ursachen für Anwaltsinsolvenzen
10.09.2026
-
BGH weist Ausweg durch „überwachte“ Arbeit als Angestellter in einer Sozietät
10.09.2026
-
Anwaltsinsolvenz und Verlust der Zulassung bedingen sich oft gegenseitig
10.09.2026
-
Kultur der zweiten Chance bleibt für viele Freiberufler eine Illusion
10.09.2026
-
„Oggie“ fuhr mit Kühlschrank auf dem Rad nach Istanbul
30.08.2026