Das Los soll darüber entscheiden, wer einen begehrten Managementposten erhält. Was zunächst absurd klingt, ist zumindest fairer als so manche vom "Schmidt-sucht-Schmidtchen-Prinzip" beeinträchtigte Auswahlentscheidung. Unsere Autoren zeigen, wie man mit sogenannten "fokussierten Losverfahren" prestigeträchtige Posten besetzen kann – und auf diese Weise Quoten für Minderheiten dauerhaft überflüssig macht.
Können Sie sich vorstellen, dass eine Spitzenführungskraft, zum Beispiel der CEO eines Unternehmens, eine Person der erweiterten Geschäftsleitung oder ein Aufsichtsratsmitglied, in Zukunft per Losverfahren gewählt wird? Den meisten sträuben sich bei dieser Vorstellung die Haare. Sie hören auf, weiterzulesen und argumentieren, dass dies der größte Blödsinn sei. Mit dem Losverfahren würden nicht die Besten, sondern die glücklichen Dummen ermittelt.
Doch wir sagen: Das ist falsch. Das Beharren auf dem Status quo führt dazu, dass die Vorzüge von Losverfahren nicht zur Kenntnis genommen werden. Wir stellen hier vor, für welche Bereiche spezifische Losverfahren, die Kompetenz und Zufall kombinieren, anwendbar sind und wie diese sogenannten "fokussierten Zufallsverfahren" ablaufen. Wir zeigen, dass diese keineswegs zur Auswahl ungeeigneter Personen führen, sondern viele Nachteile herkömmlicher kompetitiver Auswahlverfahren überwinden. Schließlich weisen wir auf einige Punkte hin, die bei der ...
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