Frust

Praktikanten, die den ganzen Tag Kaffee kochen oder die promo­vierte Assistentin, die nur am Kopierer steht: Beispiele für illegitime Aufgaben, die unnötig oder unzumutbar sind, gibt es viele. Nicht immer sind sie so offensichtlich zu erkennen und meist steckt keine böse Absicht dahinter. Aber Führungskräfte sollten sich bewusst sein, was sie damit anrichten und wie sie frustrierende Aufgaben­zuteilungen vermeiden.

Das gehört in vielen Unternehmen zum Alltag: Beschäftigte übernehmen Aufgaben, die nicht Teil ihrer Stellenbeschreibung sind. Flexibilität, gegenseitige Unterstützung und pragmatische Lösungen sind wichtige Voraussetzungen für gut funktionierende Teams. Gerade in dynamischen Arbeitsumgebungen lassen sich Tätigkeiten nicht immer strikt nach formalen Rollen verteilen. Doch nicht jede zusätzliche Aufgabe wird von Mitarbeitenden als selbstverständlich wahrgenommen. Manche Aufgaben lösen vielmehr das Gefühl aus, in der eigenen beruflichen Rolle missachtet und nicht wertgeschätzt zu werden. Die Forschung spricht in solchen Fällen von "illegitimen Aufgaben".

Für Führungskräfte ist dieses Thema hoch relevant. Studien aus der Arbeits- und Organisationspsychologie zeigen, dass illegitime Aufgaben mit negativen Emotionen wie Ärger und Erschöpfung, geringerer Arbeitszufriedenheit, reduzierter Leistungsbereitschaft und Gesundheit sowie kontraproduktivem Arbeitsverhalten zusammenhängen. Wer Mitarbeit...

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Dies ist ein Beitrag aus der Zeitschrift personalmagazin - neues lernen.
neues lernen 3/2026

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Schlagworte zum Thema:  Leadership