Sonderpreis für Engagement in der Ausbildung
Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe stehen derzeit oft in der Kritik: Die Zahlen vom Bundesinstitut für Berufsbildung und dem statistischen Bundesamt zeigen ein Rekordtief beim Abschluss von Ausbildungsverträgen, Bildungsministerin Johanna Wanka fordert mehr Engagement bei der Ausbildung von Flüchtlingen und die Bertelsmann Stiftung moniert im "Monitor Digitale Bildung", dass zeitgemäße Lernformate in den deutschen Ausbildungsbetrieben kaum eine Rolle spielen würden. Hier will die Tüv-Süd-Akademie nun gegensteuern.
Bildungspreis für Engagement und Innovation in der Ausbildung
Mit dem "Sonderpreis Ausbildung" sollen nun auch die Positivbeispiele unter den ausbildenden Betrieben ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden: "Die Unternehmen investieren teilweise viel Zeit und Geld in ihre Auszubildenden. Das muss auf gesellschaftlicher Ebene gesehen und gewürdigt werden", sagt Anne Dreyer, die Leiterin des Deutschen Bildungspreises.
Dennoch geht es natürlich nicht um Imagepflege, sondern um die Zukunft des Arbeitsmarkts in Deutschland: "Da Ausbildungsberufe aktuell einen schweren Stand haben, möchten wir mit dem Deutschen Bildungspreis darauf aufmerksam machen, dass bestens ausgebildete und geförderte Nachwuchstalente ebenso zum Unternehmenserfolg gehören, wie eine ausgefeilte Weiterbildung und Talentmanagement", ist sich Anne Dreyer sicher.
Neue Auszeichnung für neue Ansätze
Die Veränderungen im Arbeitsmarkt, die sich im Zuge von Digitalisierung und demografischem Wandel vollziehen, zeigen sich auch in neuen Ausbildungsprofilen, erläutert Ralf Detzel, der Geschäftsführer der Christiani GmbH & Co. KG. Anliegen des "Sonderpreis Ausbildung" sei es daher auch, neue Ausbildungsansätze und Formen der Wissensvermittlung sichtbar zu machen: "Tolle Beispiele gerade auch aus KMU sollen andere Ausbilder inspirieren, selbst aktiver in die individuelle Förderung einzusteigen", erklärt Ralf Detzel.
Bewerbungen für den Bildungspreis bis Oktober möglich
Die Kriterien für den "Sonderpreis Ausbildung": Auszeichnungswürdig seien alle Initiativen, die eine positive Wirkung auf den Ausbildungsprozess haben, den Zugang von benachteiligten Jugendlichen zur betrieblichen Ausbildung fördern oder in besonderem Maße eine positive Öffentlichkeitswirkung für die duale Ausbildung erzielen. Bewerben können sich Unternehmen jeder Größe und Branche bis zum 31. Oktober 2016.
Mehr über die Konzepte der Gewinner des "Bildungspreises 2016" lesen Sie in Ausgabe 07/08/2016 der Fachzeitschrift " Wirtschaft + Weiterbildung ".
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