| Interessenvertretung

Bundesverband für Arbeitsrechtler in Unternehmen gegründet

Erste Reihe (v.l.n.r.): Boris Wein, Dr. Rupert Felder, Matthias Dipper; Zweite Reihe (v.l.n.r.): Holger Frieges, Michael Hengesbach, Alexander R. Zumkeller
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Arbeitsrechtspraxis eine Stimme geben und Wissenstransfer unter den Mitgliedern fördern – das sind die wichtigsten Ziele des neugeründeten Bundesverbands für Arbeitsrechtler in Unternehmen (BVAU). Am 29. April fand die Gründungsversammlung der neuen Interessenvertretung statt.

Fast 30 Arbeitsrechtler aus dem ganzen Bundesgebiet und aus Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen haben an der Gründungsversammlung teilgenommen. Der Verband sieht sich als unabhängige, bundesweit tätige, branchenübergreifende und personenbezogene Interessenvereinigung für Arbeitsrechtler in Unternehmen. Sie entspringe einer ausschließlich von Arbeitsrechtlern in Unternehmen getragenen Initiative, teilt der BVAU mit.

"Der BVAU schließt eine seit Langem bestehende Lücke. Eine der wichtigsten Expertengruppen in den Unternehmen hat sich nun formiert, um sich über 'Best Practices' auszutauschen und der Arbeitsrechtspraxis der Politik gegenüber eine Stimme zu geben - jedoch ohne richtungspolitischen Anspruch", kommentiert Alexander R. Zumkeller, erster Präsident des BVAU, den formalen Gründungsakt.  

Schwerpunkt der Tätigkeit des BVAU soll die aktive und direkte, ausschließlich praxisbezogene Interessenvertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit bilden. Ziel des Bundesverbands ist die Förderung eines praxisgerechten Arbeitsrechts im partnerschaftlichen Dialog und Austausch mit sozialpolitischen Verbänden und berufsständischen Vereinigungen. So möchte der Bundesverband zur Profilierung der Arbeitsrechtler als eine der wichtigsten Expertengruppen in Unternehmen und Wirtschaft beitragen.

Regional- und Themengruppen für Wissenstransfer und verbandsinterne Meinungsbildung 

Vor dem Hintergrund der enormen Anforderungen der betrieblichen Praxis stehe gleichzeitig ein regelmäßiger Informationsaustausch und Wissenstransfer unter den Mitgliedern im Vordergrund, teilt der BVAU mit. Für diesen Erfahrungsaustausch, aber auch zur verbandsinternen Meinungsbildung, werden künftig Regional- und Themengruppen gebildet, deren Leiter dem BVAU-Präsidium angehören werden. Die erste Mitgliederversammlung wird im November stattfinden und zugleich auf einen damit einhergehenden Fachkongress weitere Positionen und Themen der Mitglieder erarbeiten.

Ein weiterer Fokus der Verbandstätigkeit wird die Förderung des Arbeitsrechts als attraktive Fachdisziplin der betrieblichen Praxis sein, insbesondere durch die Förderung der Aus- und Weiterbildung des juristischen Nachwuchses, gibt der BVAU bekannt.

Erstes Präsidium sowie geschäftsführendes Präsidium gewählt

Zum ersten Präsidenten des BVAU wurde Alexander R. Zumkeller, Leiter HR Policies, Rewards & Benefits bei der ABB AG in Deutschland, gewählt. Er bildet zugleich gemeinsam mit seinem ersten Stellvertreter Dr. Rupert Felder, Senior Vice President Global HR bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, das geschäftsführende Präsidium des Verbands. Weitere Mitglieder im BVAU-Präsidium sind: Matthias Dipper (Head of International Labor Relations & Employment, Clariant SE), Holger M. Frieges (Head of Labour Law, Kion Group), Michael Hengesbach (Director Human Resources, Tui Fly GmbH) und Boris Wein (Leiter Arbeitsrecht, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG)

Errichtung eines Beirats

Darüber hinaus sieht die Satzung des BVAU die Errichtung eines Beirats bestehend aus namhaften Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Rechtsprechung und Unternehmenspraxis vor. Die Arbeit unterstützen werden auch strategische Partnerschaften mit ausgewählten, namhaften Unternehmen.

Mehr Informationen finden Interessierte unter www.bvau.de.

Haufe Online Redaktion / BVAU

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