Fernstudium

Fernstudiumcheck prämiert Zufriedenheit der Studierenden


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Viele Fernhochschulen, Fernschulen und Fernstudienanbieter werben mit dem Fernstudiumcheck-Award. Wer sich für ein Fernstudium oder eine Weiterbildung bei diesen Anbietern interessiert, sollte sich bei der Auswahl jedoch bewusst sein, dass die zugehörigen Rankings der Bewertungsplattform allein auf der Zufriedenheit der Teilnehmenden beruhen.

Für den jährlich verliehenen Fernstudiumcheck-Award analysiert Fernstudiumcheck.de Sterne-Bewertungen, Zahl der Bewertungen und Weiterempfehlungen von Studierenden und Teilnehmenden auf dem Online-Bewertungsportal. Während die Liste der beliebtesten Fernschulen auch Anbieter nicht-akademischer Fernlehrgänge aufführt, enthält das Ranking der beliebtesten Fernhochschulen Anbieter akademischer Fernlehrgänge. Fernstudienanbieter sind in einer extra Liste weiter gefasst und können auch Institute einschließen, die sowohl akademische als auch nicht-akademische Weiterbildung im Portfolio haben.

Fernstudiumcheck: die Bestplatzierten

Das Ergebnis für 2026: Bei den Fernhochschulen sind die IST-Hochschule für Management und die Euro-FH punktgleich führend, gefolgt von der SRH Fernhochschule. Bei den Fernstudienanbietern punkten WINGS-Fernstudium, Wirtschaftsakademie Wien und die Online-Akademie für Buchhaltung und Personal in der Gunst der Teilnehmenden. Als beliebteste Fernschulen sind das PKV Institut, die OTL Akademie und ILS - Institut für Lernsysteme vorne dabei.

Ergänzend vergibt das Portal weitere Auszeichnungen: Bei Top-Betreuung macht das Medizinische Bildungszentrum Deutschland das Rennen, bei Studieninhalten die Online-Akademie für Buchhaltung und Personal, bei Studienmaterial und Online-Campus Deine Ernährung Akademie.

Bewertungszahl resultierend aus Erfahrungsberichten

In die aktuellen Rankings 2026 sind insgesamt 12.238 im Kalenderjahr 2025 veröffentlichte Erfahrungsberichte von Studierenden eingeflossen. Für Sternebewertung, Weiterempfehlungsrate und Zahl der Bewertungen gibt es jeweils bis zu fünf Punkte, maximal also 15. Gelistet wird eine Fern(hoch)schule oder ein Fernstudienanbieter nur, wenn mindestens 50 Bewertungen, mindestens 3,75 Sterne und eine Weiterempfehlungsrate von mindestens 90 Prozent auf der Plattform zusammenkommen. Bei 500 oder mehr Erfahrungsberichten erreicht ein Anbieter die volle Punktzahl für die Bewertungsanzahl. Bewertungen, die gegen die Teilnahmebedingungen auf Fernstudiumcheck verstoßen und daher nicht veröffentlicht wurden, fließen nicht in die Berechnung ein – durchschnittlich sind dies fünf bis zehn Prozent der eingereichten Bewertungen.

Fernstudium: Stimmungsbild der Studierenden

Gerade im Fernstudium entscheiden Betreuung, Erreichbarkeit, Lern-Plattform und Materialien oft darüber, ob Teilnehmende durchhalten. Ein Präsenzstudium kann manches durch Campusleben, Lerngruppen und persönliche Nähe auffangen. Im Fernstudium fällt diese Pufferzone kleiner aus. Wer neben Beruf, Familie und Weiterbildung lernt, merkt schnell, ob Rückmeldungen kommen, Prüfungen planbar sind und Lehrmaterial taugt. Insofern liefert der Award ein Stimmungsbild aus der Nutzungspraxis.

Der Score belohnt zudem die Reichweite: Anbieter, die viele Bewertungen sammeln, verbessern ihr Listing. Hierin steckt eine mögliche Verzerrung: Große, sichtbare Fernhochschulen haben andere Möglichkeiten, Absolventinnen und Absolventen zur Bewertung zu bewegen, als ein kleiner Spezialanbieter.

Ergänzung zu klassischen Rankings

Der Award bewertet vor allem die Erfahrung während des Studiums. Weiterbildungsinteressierte sollten sich dabei bewusst sein: Ein Stimmungsbild ist kein ganzheitliches Qualitätsmerkmal. Die Rankings von Fernstudiumcheck sagen wenig darüber, ob ein Abschluss Karrieren tatsächlich beschleunigt, ob Arbeitgeber ihn interessant finden, wie stark Forschung und Lehre sind oder welche Gehaltssprünge mit einem Abschluss oder Zertifikat verbunden sind. Hier punkten vor allem klassische Rankings von Business Schools. Als Ergänzung bei der Auswahl des Anbieters kann der Fernstudiumcheck-Award jedoch ein sinnvoller Gradmesser sein. 


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