China hat den größten Anteil an MBA-Studentinnen
Global stiegen die MBA-Bewerbungen pro Schule und pro Programm zwischen 2018 und 2019 um jeweils sieben Prozent, ergab die im Dezember 2020 veröffentlichte Studie der Akkreditierungsinstitution "Association of MBAs" (AMBA). Dafür hatte die AMBA 237 seiner Mitgliederschulen zu deren Bewerber- und Studierendenzahlen im Jahr 2019 befragt und mit den Ergebnissen der Vorjahresstudie verglichen.
Zwei Drittel der angebotenen Programme waren Teilzeit-MBAs
Der Mitgliederverband, der derzeit nach eigenen Angaben Programme der besten Business Schools in mehr als 75 Ländern akkreditiert, machte bezüglich der Einschreibungen pro Business School und pro Programm kaum Bewegung aus: Auch 2019 schrieben sich pro Schule durchschnittlich 202 Studierende ein – verglichen mit 203 im Jahr 2018. Auch die durchschnittliche Klassengröße blieb mit 54 Studierenden konstant. Jede AMBA-akkreditierte Business School erhielt durchschnittlich 576 Bewerbungen für ihr Programmportfolio und 153 Bewerbungen pro Programm. Zwei Drittel (66 Prozent) der weltweit angebotenen Programme waren 2019 Teilzeit-MBAs – deren Zahl stieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Kaum Veränderung gab es beim Anteil von Vollzeit-MBAs (19 Prozent) und den modularen Angeboten (14 Prozent).
MBA: Europa gehört bei Geschlechterparität zu den Schlusslichtern
Ein leichtes Plus machte die AMBA beim Anteil der Frauen aus, die sich für AMBA-akkreditierte MBA-Programme bewarben. Zwischen 2018 und 2019 nahm der Frauenanteil unter den Bewerbern um zwei Prozent zu, während sich lediglich ein Prozent mehr Frauen einschrieben. Weltweit kamen 40 Prozent der Bewerbungen und 38 Prozent der Einschreibungen in MBA-Programmen im Jahr 2019 von Frauen.
Eine Überraschung: 50 zu 50 war das Verhältnis von Frauen und Männern nur bei den Studienanfängern an Schulen in China (inklusive Hongkong). Dahinter schnitten auch Schulen in Ozeanien (45 Prozent Frauen), Nordamerika und der Karibik (41 Prozent Frauen) bei der Geschlechter-Diversity gut ab. Schlusslicht ist Indien, das 2019 mit nur 19 Prozent die niedrigste Rate an weiblichen MBA-Studierenden aufwies. Doch Europa (ohne Großbritannien) und Lateinamerika stehen mit den nächstniedrigen Raten von jeweils 33 Prozent Frauen nicht viel besser da.
Trends der Coronapandemie in AMBA-Studie nicht berücksichtigt
Die Studie beleuchtet zwar die langfristigen Trends, durch die Coronapandemie dürften sich einige Zahlen in 2020 jedoch stark verändert haben. So haben MBA-Programme in letzter Zeit einen Anstieg bei den Bewerbungen und den Online-Programmen erlebt. 2019 fanden laut AMBA-Report noch 82 Prozent der Programme in Klassenzimmern statt und nur sieben Prozent online beziehungsweise elf Prozent in hybrider Form. Hier haben sich sicherlich die Anteile sehr deutlich verschoben.
MBA: Großbritannien bei internationalen Bewerbern vorn
Auch in Sachen Internationalität dürften sich aufgrund von Reisebeschränkungen inzwischen die Zahlen verändert haben. 2019 hatten die Business Schools weltweit noch 30 Prozent der Bewerber und 25 Prozent der Studienanfänger als international eingestuft – die Zahl der internationalen Bewerbungen ging um drei Prozentpunkte zurück, während der Anteil der eingeschriebenen internationalen Studierenden gleichblieb. Der meisten internationalen Bewerber konnten Business Schools in Großbritannien anziehen (77 Prozent), gefolgt von Business Schools in Nordamerika und der Karibik (66 Prozent).
Hier gelangen Sie zum vollständigen "AMBA Application and Enrolment Report 2020".
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