Zuwanderer fühlen sich am Arbeitsmarkt oft benachteiligt
Menschen aus Zuwandererfamilien fühlen sich in Deutschland fast doppelt so oft benachteiligt wie Bürger ohne Migrationshintergrund. Das ist das Ergebnis einer Befragung, die die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Sachverständigenrat für Migration in Berlin vorgestellt haben. Die meisten "Benachteiligungserfahrungen" gab es demzufolge bei Ämtern und Behörden sowie auf dem Arbeitsmarkt. Ein Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland war allerdings nicht auszumachen.
42 Prozent der Zuwanderer fühlen sich diskriminiert
24 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund berichteten von Fällen, in denen sie sich ungerecht behandelt fühlten. Bei den Befragten mit ausländischen Wurzeln waren es hingegen 42 Prozent. Die Studie lässt allerdings ausdrücklich offen, ob die Klagen auf tatsächliche Benachteiligungen zurückzuführen sind oder lediglich auf eine erhöhte Sensibilität der Befragten. Für die Untersuchung waren im vergangenen Sommer mehr als 9.200 Menschen in verschiedenen deutschen Ballungsräumen befragt worden - drei Viertel von ihnen kamen aus Zuwandererfamilien.
Mehr Offenheit im Umgang mit ethnischer Vielfalt gefordert
Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders, sprach von einem "Warnsignal". Sie empfahl den Behörden, ihre Mitarbeiter im Umgang mit ethnischer Vielfalt weiter zu schulen und auf eine sprachlich vielfältige Zusammensetzung des Personals zu achten. Gegen Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt riet sie zur Einführung anonymisierter Bewerbungsverfahren, die keine Rückschlüsse auf die ethnische Herkunft der Kandidaten zulassen.
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
441
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
401
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
244
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
233
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
186
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
154
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
147
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1328
-
Mitarbeiterfluktuation managen
1304
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
104
-
Mitarbeitergesundheit stärken – 2 Benefits für mehr Longevity
16.04.2026
-
Warum Entgelttransparenz eine Führungsaufgabe ist
16.04.2026
-
Warum Transformation ohne Daten scheitert
15.04.2026
-
Unscheinbare Gesten, große Wirkung
15.04.2026
-
Warum Diversity-Maßnahmen oft scheitern
14.04.2026
-
Wie das "S" in ESG zur Mitarbeiterbindung beiträgt
09.04.2026
-
Arbeit trotz Krankheit – Kommission empfiehlt Teilkrankschreibung
08.04.2026
-
ZP Süd 2026: Zwei Tage HR-Wissen zu „Team Human x AI“
07.04.2026
-
KI-Agenten werden an der Arbeitswelt vorbei entwickelt
02.04.2026
-
Altersdiskriminierung im Berufsalltag – zu jung, zu alt, zu unrecht
01.04.2026