07.02.2014 | Mindestlohn

Wirtschaftsjunioren warnen vor negativen Folgen für die Weiterbildung

Durch den Mindestlohn könnten Arbeitnehmer aus der Weiterbildung ausgeschlossen werden, warnen die Wirtschaftsjunioren.
Bild: MEV-Verlag, Germany

In einem Positionspapier haben sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland für einen "Mindestlohn mit sozialer Verantwortung" ausgesprochen. Darin warnen sie unter anderem davor, dass ein gesetzlicher Mindestlohn, wie ihn die große Koalition plant, auf Kosten der Aus- und Weiterbildung gehe.

Nach Meinung der Wirtschaftsjunioren könne ein gesetzlicher Mindestlohn dazu führen, dass gerade Geringqualifizierten die Möglichkeit genommen werde, sich weiter zu entwickeln. Dadurch wüchse die Gefahr, dass viele Menschen vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen würden, heißt es in dem Papier des Verbands von jungen Unternehmern und Führungskräften. Gleichzeitig würden mit dem Mindestlohn Anreize gesetzt, Tätigkeiten aufzunehmen, die langfristig keine Perspektive böten.

Verband schlägt Mindestlohn-Gültigkeitsdauer von zwei Jahren vor

Die Wirtschaftsjunioren lehnen die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns grundsätzlich ab. Sie werten die Maßnahme als "einer der schwerwiegendsten Eingriffe in die Autonomie der Unternehmen in Deutschland". Sollte er eingeführt werden, fordern sie, solle er mit einer Gültigkeitsdauer von zwei Jahren versehen werden, in denen die Auswirkungen evaluiert werden und nach denen über die Weiterführung entschieden werden müsse.

Das Positionspapier der Wirtschaftsjunioren finden Sie unter: www.wjd.de

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Wirtschaft, Mindestlohn

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