Digitale Lernformate etablieren sich – doch nicht überall
Präsenzformate sind in der betrieblichen Weiterbildung nach wie vor beliebt. Das bestätigt eine aktuelle Studie, für die die Tüv Süd Akademie und die Hochschule für angewandtes Management (HAM) 2.500 Unternehmensvertreter befragt haben: 91 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen zwei Jahren mindestens ein Präsenzseminar besucht zu haben. 66 Prozent nahmen an einer Inhouse-Schulung teil und 65 Prozent besuchten eine Fachkonferenz oder Tagung.
Die Studie zeigt daneben aber auch, dass digitale Lernformate sich in der betrieblichen Weiterbildung weiter etablieren: Denn immerhin die Hälfte der Teilnehmer berichtete davon, im selben Zeitraum an mindestens einem E-Learning oder Webinar teilgenommen zu haben.
E-Learning und Webinare nutzen meist Großunternehmen
Dieser Trend gilt jedoch nicht für alle Unternehmen gleichermaßen: Digital weitergebildet hatten sich vor allem Befragte aus großen Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeiten.
Die Studienautoren fragten die Teilnehmer auch danach, aus welchen Gründen sie sich – online oder analog – weitergebildet hatten. Hier bekamen sie vielfältige Antworten: Es spielte für viele sowohl der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung eine Rolle, aber auch die Anforderungen des Arbeits- oder Gesetzgebers sowie der Erwerb neuer Kenntnisse in Vorbereitung auf eine neue Position.
Prognose: Blended Learning spielt die Hauptrolle in der Weiterbildung
Dass Präsenz- und Digitalformate künftig gleichberechtigte Weiterbildungsformate werden, prognostiziert der kürzlich erschienene MMB-Learning-Delphi, der einen Blick in die Zukunft des Lernens wirft: Demnach wird in den kommenden Jahren Blended Learning – also die Kombination von analogen und digitalen Lernformaten – weiterhin die Hauptrolle in der Weiterbildung spielen.
Inwieweit in den Unternehmen, in denen schon heute schon sowohl Präsenz- als auch Digitalformate angeboten werden, beide Lernformate miteinander verknüpfen, wurde in der aktuellen Befragung von Tüv Süd und HAM nicht abgefragt.
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