| Vergütung

Gehaltsstudie für Spezialisten und Fachkräfte

Vergütungs-Ranking: Standort, Branche und eine Promotion lassen das Gehalt von Spezialisten steigen.
Bild: Corbis

Spezialisten können mit der richtigen Qualifizierung und in der richtigen Branche bis zu 81.000 Euro im Jahr verdienen. Das zeigt ein neues Gehaltsranking von Kienbaum.

Spezialisten und Fachkräfte in Banken und der Finanzdienstleistungsbranche gehören zu den Topverdienern unter den Angestellten ohne Personalverantwortung. Das ergab eine aktuelle Studie der Personal- und Managementberatung Kienbaum, die auf den Daten von rund 34.000 Spezialisten und Sachbearbeitern aus mehr als 650 Unternehmen basiert.

Die höchsten Spezialistengehälter: Rechtsreferenten, Projektleiter, Außendienstmitarbeiter

 Danach sind die Spitzenverdiener in der Gruppe der Spezialisten Rechtsreferenten, im Schnitt verdienen sie 81.000 Euro im Jahr. Auf den Plätzen zwei und drei des Gehaltsrankings folgen die Projektleiter in Forschung und Entwicklung mit 80.000 Euro Jahresgehalt und Außendienstmitarbeiter im Vertrieb mit 77.000 Euro jährlich. Im Durchschnitt verdienen Spezialisten – Angestellte ohne Personalverantwortung, die für ein Aufgabengebiet zuständig sind, für das ein Studium oder eine besondere Qualifikation wie ein  Fachschulabschluss erforderlich sind – in deutschen Unternehmen 68.000 Euro im Jahr.

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Mit einer Promotion können Spezialisten 20 Prozent mehr verdienen: Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Spezialisten mit Promotion beträgt 83.000 Euro, 12.000 Euro weniger und damit 71.000 Euro verdienen Spezialisten mit einem Diplom/Master-Universitätsabschluss.

Führend im Gehaltsranking der Fachkräfte: Chefsekretariat, Konstruktions– und Servicetechniker  

Bei den Fachkräften– das sind Angestellte, die eine Ausbildung abgeschlossen haben und eine qualifizierte Tätigkeit ausüben – führen die Chefsekretariatskräfte das Ranking mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 59.000 Euro an. Auf dem zweiten Platz liegen Konstruktionstechniker mit einem jährlichen Gehalt von 52.000 Euro, dicht gefolgt von Servicetechnikern und Kundendienst-Mitarbeitern mit 51.000 Euro. Durchschnittlich verdienen Fachkräfte in Deutschland 47.000 Euro jährlich.

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Zum Vergleich:  Eine Führungskraft verdient, je nach Hierarchieebene, im Schnitt zwischen 76.000 Euro (operative Führungsebene) und 166.000 Euro (oberste Führungsebene). Das zeigt eine andere Kienbaum Studie, der Vergütungsreport „Führungskräfte 2016“. Im Bereich der Führungskräftevergütung spielen die Hierarchieebene und  die Unternehmensgröße eine maßgebliche Rolle.

Banken und Pharmaunternehmen bezahlen ihre Spezialisten mit am besten

Den Spezialisten zahlen Banken, Finanzdienstleister und Pharmaunternehmen die höchsten Gehälter: Im Schnitt verdient ein Spezialist in diesen Branchen 78.000 Euro beziehungsweise  76.000 Euro im Jahr. Druckereien und Verlage sowie Verbände zahlen ihren Spezialisten dagegen mit durchschnittlich nur 54.000 Euro beziehungsweise 60.000 Euro Jahresgehalt am wenigsten. Auch Fachkräfte verdienen in der Finanzbranche und in Versicherungen überdurchschnittlich viel mit einem Jahresgehalt von 52.000 Euro beziehungsweise 51.000 Euro.

In Frankfurt, Düsseldorf und München verdienen Spezialisten am meisten

In den Ballungsräumen rund um die deutschen Großstädte verdienen Spezialisten und Fachkräfte am meisten: Spezialisten in Frankfurt am Main und München verdienen zwölf Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, in Düsseldorf erhalten Spezialisten neun Prozent mehr. In Berlin dagegen verdienen Spezialisten nur 82 Prozent des Bundesdurchschnitts, in Dresden, Leipzig und Halle sind es sogar lediglich 78 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Fachkräften: Sie verdienen in Düsseldorf am besten; dort beträgt das Gehalt 13 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, gefolgt von Frankfurt am Main mit elf und München mit fünf Prozent. Auch Fachkräfte verdienen in Berlin nur 87 Prozent und in Dresden, Leipzig und Halle lediglich 85 Prozent des Bundesdurchschnitts.

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„Neben branchenbezogenen Unterschieden zeigen sich auch regionale beziehungsweise  standortspezifische Vergütungsunterschiede. Die Gehälter streuen um 15 bis 20 Prozent um den Bundesdurchschnitt, teilweise sogar darüber“, sagt Arne Sievert, Vergütungsexperte bei Kienbaum.

Auch für Führungskräfte ist das Gehalt regional beeinflusst: In Düsseldorf verdienen Führungskräfte etwa ein Fünftel mehr als der Durchschnitt. Es folgen Köln, München und Frankfurt am Main, wo Manager 18 beziehungsweise 17 Prozent mehr auf dem Lohnzettel stehen haben. Der Raum Hannover liegt genau im deutschlandweiten Durchschnitt, wohingegen die Führungskräfte in der Region um Dresden, Leipzig und Halle mit etwa 17 Prozent weniger rechnen müssen.

Schlagworte zum Thema:  Vergütung, Fachkräfte, Gehalt

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