28.03.2014 | Seminarrecherche

Weiblich, 40 plus, sucht Weiterbildung

Wer in Weiterbildungsdatenbanken recherchiert und wozu, haben die Autoren einer Studie untersucht.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wer sucht eigentlich in Weiterbildungsdatenbanken und warum? Diesen Fragen ist eine Studie nachgegangen. Das Ergebnis: Die meisten Nutzer sind weiblich, um die 40, suchen für die eigene Weiterbildung – und haben ein durchschnittliches Budget von 924 Euro.

In speziellen Weiterbildungsdatenbanken können sowohl Weiterbildungsverantwortliche in Unternehmen als auch Privatpersonen nach Veranstaltungen suchen. Um herauszufinden, wer diese Art der Recherche hauptsächlich nutzt und wozu, hat der Metasuchmaschinenanbieter Info Web Weiterbildung (IWWB) eine Online-Umfrage unter rund 2.000 Datenbanknutzern durchgeführt, die auf den Websites von 41 Datenbanken geschaltet war. Dabei stellten die Autoren fest, dass mehr als zwei Drittel der Nutzer (64 Prozent) weiblich sind; das Durchschnittsalter liegt bei 42,5 Jahren. Was die Qualifizierung und Berufstätigkeit der Nutzer angeht, so ergab die Umfrage, dass 65 Prozent Abitur haben, 70 Prozent Arbeitnehmer, 13 Prozent selbstständig und acht Prozent arbeitslos sind. 

Die eigenen beruflichen Ziele stehen im Fokus

Auch über das Budget der Weiterbildungssuchenden gibt die Studie Aufschluss: Die Befragten haben in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich 924 Euro für ihre Weiterbildung ausgegeben. Gegenüber 2013 bedeutet das einen Rückgang – damals lagen die Ausgaben im Schnitt noch bei 1.068 Euro. Dennoch scheint der Weiterbildungswille der Nutzer ausgeprägt zu sein: In den letzten zwölf Monaten haben 61,9 Prozent einmal oder mehrfach an einer Weiterbildung teilgenommen. Dabei stehen für die Befragten vor allem die eigenen beruflichen Ziele im Fokus. Knapp zwei Drittel nennen dies als hauptsächlichen Grund für ihre Suche in der Datenbank. Nur rund jeder Zehnte sucht entweder als Berater nach passenden Kursen für seine Klienten (11,5 Prozent) oder als Personalverantwortlicher von Unternehmen (10,3 Prozent). Letztendlich entscheidet sich den Studienerkenntnissen zufolge knapp jeder Fünfte, der einen Kurs in einer Datenbank recherchiert, für das Angebot.

Nachholbedarf bei den verfügbaren Inhalten

Nach den Suchmöglichkeiten in den Datenbanken befragt, bewerten drei Viertel der Befragten diese mit gut oder sehr gut. Knapp zwei Drittel halten zudem auch deren Bedienerfreundlichkeit für sehr gut oder gut. Nachholbedarf gibt es offenbar bei den verfügbaren Inhalten der Seminare: Nur knapp über die Hälfte der Befragten schätzt die Vollständigkeit der recherchierbaren Kurse und Seminare als gut oder sehr gut ein. Die Bewertung der Kurse in Schulnoten zeigt, dass die Befragten diese durchschnittlich noch gut (2,4) finden.

Knapp die Hälfte nutzt Printmaterial

Die Autoren fragten auch danach, auf welche Suchmedien die Nutzer zusätzlich zu den Datenbanken zurückgreifen. Dabei liegt das Internet vorn: 82 Prozent der Kurssuchenden nutzen demnach allgemeine Suchmaschinen für ihre Recherche; drei Viertel besuchen dafür die Websites der Weiterbildungsanbieter. Printinformationsmaterial wie Broschüren nutzt knapp die Hälfte (47 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Seminar, Weiterbildung, Datenbank

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