Der Sourcer besetzt nicht einfach Stellen, sondern findet Menschen, die nachhaltig in den Job und zum Unternehmen passen. Er arbeitet proaktiv statt reaktiv. Ihm ist es nicht wichtig, eine große Anzahl an Kandidaten zu finden, sondern er will die richtigen identifizieren.

Eigentlich ist die Arbeit des Sourcers erledigt, wenn der gefundene Kandidat beim Hiring Manager angekommen ist. Doch die hohe Absprungrate in der Interviewphase lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und nach weiteren Optimierungen des Gesamtprozesses suchen.

Wie ist er in die Organisation eingebunden? 

Besonders eng arbeitet der Sourcer mit der Fachabteilung zusammen und versteht genau, wie deren Zielgruppe tickt. Er kommuniziert nicht nur mit den Kandidaten auf Augenhöhe, sondern er wird in den Fachteams gern gesehen und ist mit den Fachtrends up to date. Das Sourcing arbeitet dem Recruiting direkt zu und kümmert sich um Engpasspositionen.

Wie viel Berufserfahrung bringt er mit? 

Er ist der Jüngste in der Runde und am nächsten an der Zielgruppe der Berufseinsteiger/jungen Berufserfahrenen. Nach 18 Monaten in der Fachabteilung ist er ins Sourcing gewechselt.

Welche fachlichen Qualifikationen braucht er?

 Er kennt sich selbstverständlich mit Boolschen Operatoren aus. Zudem hat er einige Sourcing Hacks entwickelt, um seine Arbeit zu erleichtern. Das Know-how hat er sich selbst angeeignet und in der IT-Abteilung erfragt. Er liest Tech- und Sourcing-Blogs. Technologie ist sein Steckenpferd, aber nicht zwingend sein Ausbildungshintergrund. Als Quereinsteiger aus einem Fachbereich hat er kein Studium, sondern eine abgeschlossene Ausbildung und sich eigeninitiativ in Recruiting-Themen eingearbeitet.

Welche persönlichen Skills sind wichtig? 

Sourcer haben ein eigenes Mindset, das ist wichtiger als das Beherrschen der Tools. Deshalb denkt er nicht in stereotypen Zielgruppenbeschreibungen, sondern sieht immer den Menschen, den er anspricht. Zusammen mit der Markenbotschafterin hat er verschiedene Ansprachemuster entwickelt, die er fallweise variieren kann. So grenzt er sich positiv von lieblosen Copy-and-Paste-Sourcern ab und erzielt damit sowie mit seiner Geduld und Kreativität gute Erfolge.

Auf welche Kommunikationskanäle setzt er? 

Alles, was das Web so hergibt.

>> Dieser Beitrag ist Teil des Themenschwerpunkts "Rethink Recruiting" aus dem Personalmagazin 10/2018.

Schlagworte zum Thema:  Recruiting, Active Sourcing