17.12.2014 | Personalentwicklung

Kombi-Angebote aus Coaching und Training gefragt

Coaching oder Training? Laut Umfrage können die Auftraggeber beides oft nicht unterscheiden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Coaching oder Training – viele Coachs und Trainer glauben einer Umfrage zufolge, dass ihre Auftraggeber zwischen beidem nicht unterscheiden können. Doch Definitionsunsicherheit hin oder her: In der Praxis erkennen die Befragten einen Trend hin zu Kombi-Angeboten aus beiden Entwicklungsformaten.

Das sind einige Ergebnisse einer Umfrage, die der Deutsche Verband für Coaching und Training (DVCT) unter 228 seiner Mitglieder – Trainer und Coachs – durchgeführt hat.

Dabei zeigen sich die befragten Coachs insgesamt optimistischer als ihre Trainingskollegen: Gut zwei Drittel von ihnen (67 Prozent) gehen von einem wachsenden Markt aus. Bei den Trainern teilen diese Meinung nur 36 Prozent.

Als Trend schätzt rund jeder zweite Befragte Kombi-Angebote aus Training und Coaching ein (55 Prozent der Coachs und 48 Prozent der Trainer). Allerdings glauben offenbar nur wenige, dass ihre Auftraggeber ihre Angebote immer bewusst buchen: Nur 28 Prozent der Coachs stimmen der Aussage zu, dass ihr Auftraggeber zwischen Training, Coaching und Beratung zu unterscheiden weiß. Bei den Trainern sind es immerhin 50 Prozent, die ihren Auftraggebern diese Unterscheidung zutrauen.

Fast die Hälfte hat neun Jahre Führungserfahrung

Andersherum scheinen die Coachs und Trainer die Welt ihrer Auftraggeber aus den Unternehmen gut zu kennen, denn  56 Prozent von ihnen verfügen über mehr als 16 Jahre Berufserfahrung. 74 Prozent der befragten Trainer verfügen über mehr als acht Jahre Berufserfahrung. 48 Prozent von ihnen können sogar mindestens neun Jahre Führungserfahrung nachweisen.

Die große Mehrheit besitzt zudem einen (Fach-) Hochschulabschluss – die meisten davon im wirtschaftswissenschaftlichen oder kaufmännischen Bereich. Neben ihrer Ausbildung zum Coach oder Trainer verfügen die meisten Umfrageteilnehmer noch über weitere Qualifikationen, zum Beispiel über eine Mediations-Ausbildung, eine Methodenausbildung oder Zertifizierungen für den Einsatz bestimmter personaldiagnostischer Instrumente.

Die Mehrheit möchte sich im kommenden Jahr weiterbilden

Und auch methodisch sind sie mehrheitlich auf dem neusten Stand: Eine große Mehrheit von 88 Prozent der Coachs und Trainer plant für das nächste Jahr eine Weiterbildung für sich selbst – so zumindest der gute Vorsatz.

Worin sie sich weiterbilden wollen, wissen die lernbegierigen Trainer und Coachs auch schon: Methodische Vertiefung der Coaching- und Trainingskompetenz und persönliche Entwicklung stehen ganz oben auf ihrer Weiterbildungsagenda.

Schlagworte zum Thema:  Personalentwicklung, Coaching, Training

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