Change in der Führungskultur steht für viele Unternehmen an
Knapp drei Viertel der befragten HR-Manager (74 Prozent) sind besorgt, Top-Mitarbeiter an die Konkurrenz zu verlieren. Gleichzeitig beklagen 89 Prozent von ihnen, es sei eine große oder sogar sehr große Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Dies führt derzeit zu einem breiten Umdenken in deutschen Führungsetagen: Etwa zwei Drittel der befragten Unternehmen ändern gerade ihre Führungskultur oder planen dies, um ihre Mitarbeiter besser zu binden. Weitere acht Prozent der Unternehmen in Deutschland haben ihre Führungskultur bereits angepasst.
Im Detail: Auf die Frage "Ändern Sie derzeit die Führungskultur in Ihrem Unternehmen?" antworteten
- 38 Prozent: Ja, um die Mitarbeiterbindung zu stärken.
- 16 Prozent: Ja, aufgrund unternehmerischer Anforderungen.
- 26 Prozent: Nein, aber wir planen es für die nächsten zwei Jahre, um die Mitarbeiterbindung zu stärken.
- Acht Prozent: Nein, wir haben die Führungskultur gerade angepasst, um die Mitarbeiterbindung zu stärken.
- 14 Prozent: Nein, wir sehen dafür keine Notwendigkeit.
(Für die Arbeitsmarktstudie hat ein Meinungsforschungsinstitut im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half die 200 Personalmanager branchenübergreifend befragt.)
Häufigste Fehler in der Führung
Nach den häufigsten Fehlern in der Personalführung gefragt, nennen die Studienteilnehmer mit Abstand eine unzureichende Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten (40 Prozent). Um eine erfolgreiche Führungskultur zu etablieren, sei die Förderung einer offenen und transparenten Kommunikation jedoch Hauptkriterium, meint mehr als die Hälfte der Umfragteilnehmer (52 Prozent). Jeder dritte Befragte (33 Prozent) ist außerdem der Ansicht, ein Führungsstil sei dann erfolgreich, wenn Mitarbeiter ermutigt werden, Feedback an das Management zu geben.
"Die Führungskultur spielt heutzutage eine sehr große Rolle bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Kommunikation und die Wertschätzung, die Mitarbeiter beispielsweise durch die Einbindung in Entscheidungsprozesse oder die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, spüren", erläutert dazu Sven Hennige, Senior Managing Director bei Robert Half. "Erfreulicherweise zeigt die Studie, dass ein Großteil der Unternehmenslenker den Handlungsbedarf erkannt hat, um die besten Talente im Unternehmen zu halten oder neue zu finden. Wie erfolgreich die neue Führungskultur sein wird, hängt daher maßgeblich davon ab, wie stark die Mitarbeiter von Anfang an mit eingebunden werden und deren Feedback mit einfließt. Denn eines steht fest: Erfüllen Unternehmen die Anforderungen der aktuellen oder künftigen Mitarbeiter nicht, werden sie es immer schwerer haben, für Fach- und Führungskräfte attraktiv zu bleiben und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern."
Auch diese News könnten sie interessieren:
- Nordeuopoa bindet Silver Ager am besten
- Mitarbeiterbindung während der Elternzeit
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
635
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
632
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
386
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
340
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
276
-
Ablauf und Struktur des betrieblichen Eingliederungsmanagements
238
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
212
-
Vorlage: Leitfaden für das Mitarbeitergespräch
211
-
Mitarbeiterfluktuation managen
2024
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
168
-
Würdezentrierte Gespräche statt Exit-Interview im Offboarding
27.02.2026
-
Gender Pay Gap stagniert
26.02.2026
-
Tarifliche Ausbildungsvergütung stark gestiegen
25.02.2026
-
Gesundheit wird unternehmerische Herausforderung
24.02.2026
-
Wo Personalprofis die besten Jobchancen haben
23.02.2026
-
Wie aus Distanz Gemeinschaft im Team entsteht
23.02.2026
-
Deutschlands Arbeitnehmende im EU-Vergleich am ältesten
19.02.2026
-
Machiavelli wollte das Richtige und predigte das Falsche
18.02.2026
-
Warnung vor gefährlicher Schatten-KI
16.02.2026
-
Fehlzeiten reduzieren: Tipps zur Analyse von Gesundheitsdaten
16.02.2026