Mentee und Mentor profitieren, doch der Effekt ist schwach
Auf der Basis von verschiedenen Metanalysen, die wiederum die Ergebnisse einer Vielzahl einzelner Untersuchungen zusammenfassen, gelangen Professor Torsten Biemann, der an der Universität Mannheim Personalmanagement und Führung lehrt, und Professor Heiko Weckmüller von der FOM-Hochschule für Ökonomie und Management in Bonn zu einer Reihe interessanter Schlussfolgerungen: Mentoring kommt nachweislich sowohl dem Geförderten, dem Mentee oder Protégé zugute, als auch dem eigentlich Fördernden, dem Mentor.
Arbeitszufriedenheit wächst
Bei den Mentees stellt sich statistisch gesehen ein größerer objektiver und auch ein größerer subjektiv empfundener Karriereerfolg ein. Auch die Arbeitszufriedenheit des Mentees wird positiv beeinflusst. Die Bindung an den Arbeitgeber wird allerdings kaum gestärkt. Alles in allem sind diese Zusammenhänge aber durch die Bank nur schwach ausgeprägt.
Mentoring-Partner sollten zusammenpassen
Dasselbe gilt für die Effekte, welche Mentoren erfahren. Diese fühlen sich durchs Mentoring als etwas bessere Führungskräfte, weisen einen etwas höheren Karriereerfolg auf und sind ein wenig zufriedener. Auch der Arbeitgeber hat etwas vom Mentoring: Es zeigen sich leichte positive Wirkungen auf die Arbeitsleistung, aufs Hilfeverhalten und die Motivation sowie eine Minderung beim Stress. Allerdings scheint wichtig, dass das Mentoring-Tandem zusammenpasst - vor allem, was Wertvorstellungen und Persönlichkeitsmerkmale betrifft. Hier ist, sagen die Autoren, der Einsatz eignungsdiagnostischer Verfahren für das "Matching" sinnvoll.
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