Falscher Vortrag, fehlende Unterlagen, vergeudete Zeit
Schrecksekunde für Justizminister Heiko Maas: Vergangene Woche hob er zu einer Rede im Bundestag an, sein Thema: elektronische Fußfesseln. Doch die Rede stand erst zwei Stunden später auf der Agenda der Parlamentarier – eigentlich hätte Maas zu dem Zeitpunkt über den besseren Schutz von Polizisten und Rettungskräften sprechen sollen, wie die FAZ in ihrer Online-Ausgabe berichtet.
Falschen Vortrag gehalten, Dokumente vergessen
Peinlich für den Justizminister und ärgerlich für die anderen Abgeordneten – denn auch, wenn dieser kleine Lapsus schnell korrigiert war, summieren sich solche und andere Fehler doch langfristig zu echten Zeitfressern.
Das ist offenbar nicht nur im Bundestag so: Denn auch in Firmen-Meetings kommt es immer wieder vor, dass inkorrekte und falsche Vorträge gehalten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forschungsarbeit des britischen Technologie-Unternehmens Perivan.
Jedem zweiten für die Studie befragten Manager aus Großbritannien haben zudem in einem Meeting schon einmal wichtige Dokumente gefehlt.
Meetings: häufig, lang und unproduktiv
Insgesamt vergeuden Manager durch solche und andere Produktivitätsfresser drei Tage pro Jahr in Meetings. Lediglich die Hälfte dieser Treffen sei produktiv oder rentabel. Durchschnittlich nehmen die befragten Manager an rund drei Meetings pro Woche teil. Ein Viertel gab sogar an, sich bis zu fünf Mal wöchentlich in einer Sitzung zu befinden.
Rund 47 Prozent können aus ihrer Erfahrung sagen, dass sich die Zahl der geschäftlichen Zusammentreffen in den vergangenen drei Jahren deutlich erhöht hat. Die große Mehrheit von 95 Prozent berichten darüber, dass die Meetings mehrheitlich viel länger als die vorgesehene Zeit andauern.
Jeder Zehnte sitzt in Meetings, obwohl er nicht erforderlich ist
Die Angaben der Manager zeigen, dass ein Meeting im Durchschnitt etwa 50 Minuten lang dauert. Daraus errechneten die Forscher, dass den Managern jährlich etwa drei Tage für unnötige Meetings flöten gehen.
Zehn Prozent der britischen Manager befinden sich zudem regelmäßig in Meetings, in denen ihre Anwesenheit eigentlich überhaupt nicht erforderlich ist.
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