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| Mitarbeiterzufriedenheit

Mehr Gehalt und Gestaltungsspielraum verhindern den Jobwechsel

Laut Studie denken die Hälfte der Fach- und Führungskräfte über einen Jobwechsel nach.
Bild: Haufe Online Redaktion

Knapp die Hälfte aller Fach- und Führungskräfte können sich laut einer Studie in den nächsten zwei Jahren einen Jobwechsel vorstellen, 60 Prozent finden auch andere Berufsfelder attraktiv. Doch mehr Gehalt, Gestaltungsspielraum und Karrierechancen helfen, die Wechselwilligen zu binden.

Einer Studie der Akademie für Führungskräfte zufolge spielen 48,8 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit dem Gedanken, sich in den nächsten zwei Jahren eine neue Stelle zu suchen. Noch mehr, nämlich 60 Prozent, finden potentiell auch andere Berufsfelder und Tätigkeiten attraktiv und würden einen grundlegenden beruflichen Richtungswechsel in Betracht ziehen. Für die Studie wurden 407 deutsche Fach- und Führungskräfte befragt. Besonders gerne würden die Wechselwilligen demnach den Weg in Richtung der Tourismus-, Freizeit- und Sportbranche einschlagen. Ebenfalls beliebt sind die Bereiche Beratung, Coaching und Training.

Berufliche Situation ist für viele verbesserungswürdig

Die Studienautoren haben auch nach der aktuellen Jobzufriedenheit der Fach- und Führungskräfte gefragt. Hier sagt jeder Dritte, seine berufliche Situation sei verbesserungswürdig. Mehr als 15 Prozent bezeichnen sich gar als "unzufrieden" oder "sehr unzufrieden". Um die Jobzufriedenheit zu steigern, müssten die Arbeitgeber der Studie zufolge mehr bieten: Die meisten Befragten würden eine höhere Vergütung und mehr Gestaltungsmöglichkeiten wählen, wenn sie sich in ihrem aktuellen Job etwas aussuchen dürften. Die beiden Faktoren sind auch die häufigsten Gründe, die in der Umfrage für einen Jobwechsel genannt wurden.

Auch Fachkarriere ist gefragt

Weiterhin aufschlussreich für die Arbeitgeber dürften die Erkenntnisse zu den Aufstiegswünschen der Arbeitnehmer sein. 51,7 Prozent der Befragten halten es nämlich für wichtig, Karriere zu machen; 14,4 Prozent schätzen dies sogar als sehr wichtig ein. Beim aktuellen Arbeitgeber sieht jedoch über die Hälfte der Befragten keine Perspektive: 51,2 Prozent bewerten ihre Aufstiegschancen dort als eher schlecht. Doch es muss nicht immer der Chefposten sein - 49,5 Prozent der Befragten zeigen sich offen für eine Fachkarriere ohne Führungsverantwortung. Sie würden eine Stelle als Experte oder Spezialist für ein bestimmtes Aufgabenfeld annehmen, sofern diese einer Führungsposition finanziell gleichgestellt wäre.

Trotz aller Wechselwilligkeit gibt es für rund Dreiviertel der Arbeitgeber gute Nachrichten: 78,3 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie die Wahl ihres Arbeitgebers nicht bereuen und sich auch nach heutigem Kenntnisstand erneut für ihn entscheiden würden.

Haufe Online Redaktion

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