Mehr Gehalt und Gestaltungsspielraum verhindern den Jobwechsel
Einer Studie der Akademie für Führungskräfte zufolge spielen 48,8 Prozent der befragten Arbeitnehmer mit dem Gedanken, sich in den nächsten zwei Jahren eine neue Stelle zu suchen. Noch mehr, nämlich 60 Prozent, finden potentiell auch andere Berufsfelder und Tätigkeiten attraktiv und würden einen grundlegenden beruflichen Richtungswechsel in Betracht ziehen. Für die Studie wurden 407 deutsche Fach- und Führungskräfte befragt. Besonders gerne würden die Wechselwilligen demnach den Weg in Richtung der Tourismus-, Freizeit- und Sportbranche einschlagen. Ebenfalls beliebt sind die Bereiche Beratung, Coaching und Training.
Berufliche Situation ist für viele verbesserungswürdig
Die Studienautoren haben auch nach der aktuellen Jobzufriedenheit der Fach- und Führungskräfte gefragt. Hier sagt jeder Dritte, seine berufliche Situation sei verbesserungswürdig. Mehr als 15 Prozent bezeichnen sich gar als "unzufrieden" oder "sehr unzufrieden". Um die Jobzufriedenheit zu steigern, müssten die Arbeitgeber der Studie zufolge mehr bieten: Die meisten Befragten würden eine höhere Vergütung und mehr Gestaltungsmöglichkeiten wählen, wenn sie sich in ihrem aktuellen Job etwas aussuchen dürften. Die beiden Faktoren sind auch die häufigsten Gründe, die in der Umfrage für einen Jobwechsel genannt wurden.
Auch Fachkarriere ist gefragt
Weiterhin aufschlussreich für die Arbeitgeber dürften die Erkenntnisse zu den Aufstiegswünschen der Arbeitnehmer sein. 51,7 Prozent der Befragten halten es nämlich für wichtig, Karriere zu machen; 14,4 Prozent schätzen dies sogar als sehr wichtig ein. Beim aktuellen Arbeitgeber sieht jedoch über die Hälfte der Befragten keine Perspektive: 51,2 Prozent bewerten ihre Aufstiegschancen dort als eher schlecht. Doch es muss nicht immer der Chefposten sein - 49,5 Prozent der Befragten zeigen sich offen für eine Fachkarriere ohne Führungsverantwortung. Sie würden eine Stelle als Experte oder Spezialist für ein bestimmtes Aufgabenfeld annehmen, sofern diese einer Führungsposition finanziell gleichgestellt wäre.
Trotz aller Wechselwilligkeit gibt es für rund Dreiviertel der Arbeitgeber gute Nachrichten: 78,3 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie die Wahl ihres Arbeitgebers nicht bereuen und sich auch nach heutigem Kenntnisstand erneut für ihn entscheiden würden.
-
Acht rettende Sätze für schwierige Gesprächssituationen
401
-
Workation und Homeoffice im Ausland: Was Arbeitgeber wissen müssen
293
-
Jeder zweite Babyboomer geht vorzeitig in den Ruhestand
272
-
Essenszuschuss als steuerfreier Benefit
245
-
BEM ist Pflicht des Arbeitgebers
180
-
Das sind die 25 größten Anbieter für HR-Software
125
-
Probezeitgespräche als Feedbackquelle für den Onboarding-Prozess
119
-
Warum Offboarding an Bedeutung gewinnt
118
-
Der große NLP-Bluff Teil I: Wie alles begann
1068
-
Mitarbeiterfluktuation managen
994
-
Fachkräfteeinwanderung stark rückläufig
12.08.2026
-
Bürokratieabbau in HR: Wenn weniger mehr ist
11.08.2026
-
New-Work-Barometer 2026: HR ist Bürokratiespitzenreiter
11.08.2026
-
Das Dienstrad: wenn Gesundheit zum täglichen Benefit wird
10.08.2026
-
Der Agenda-Stresstest
07.08.2026
-
Jeder Dritte glaubt nicht mehr ans Leistungsprinzip
06.08.2026
-
Jüngere Bewerber werden bevorzugt – trotz fehlender Qualifikation
05.08.2026
-
Die Savanne lebt – in der Art, wie wir Führung beurteilen
05.08.2026
-
ZP Europe 2026: Praxisimpulse, die HR wirklich weiterbringen
03.08.2026
-
Warum künstliche Schönheit in der Personalauswahl nach hinten losgeht
03.08.2026