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| HR-Start-up

Der kürzeste Weg vom Campus in ein Unternehmen

Das Gründungsteam: Matthias Geis, Jannik Keller, Martin Trenkle (v.l.n.r.)
Bild: © Sandra Göttisheim, KIT

Kennenlernen mit Geld-zurück-Garantie: Campusjäger bringt Studenten oder Berufsanfänger mit Unternehmen zusammen und ist eine praktikable Recruitinglösung. Beide Seiten profitieren davon.

Wer hat das Start-up gegründet?

Das Gründungsteam besteht aus Jannik Keller (22), Martin Trenkle (23) und Matthias Geis (25). Alle drei studierten zum Zeitpunkt der Gründung Wirtschaftsingenieurwesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Jannik ist für Entwicklung und Design zuständig, Martin kümmert sich um Marketing und Sales und Matthias betreut den Bereich Operations. Das Team kennt sich aus der gemeinsamen Zeit bei der Pionier Garage, einer Plattform für gründungsinteressierte Studenten in Karlsruhe.

Was ist die Idee hinter Campusjäger?

Campusjäger ist eine Online-Plattform für Jobsuchende und Unternehmen – vor allem Start-ups und Mittelständler –, die sich auf die Zielgruppe der Studenten und Absolventen spezialisiert hat. Berufsanfänger und Studenten können sich bei uns registrieren, wenn sie auf der Suche nach einem Werkstudentenjob oder Praktikum sind; oder aber, wenn sie gleich in den Beruf einsteigen wollen. Auf der anderen Seite arbeiten wir mit Unternehmen zusammen, die uns mit der Bewerbersuche beauftragen. Hier fungieren wir als Vermittler, übernehmen einen Großteil der Recruiting-Prozesse und vereinfachen so die Personalsuche. Durch das erfolgsbasierte Geschäftsmodell und eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie gehen die Unternehmen kein finanzielles Risiko ein, da sie sich vorab von der Qualität der Kandidaten überzeugen können. Inzwischen übernehmen wir das Recruiting für mehrere Hundert Unternehmen, die auf einen täglich wachsenden Pool an potenziellen Mitarbeitern zurückgreifen können.

Wie war die Entwicklungszeit?

Wir verfolgen einen Bootstrapping-Ansatz, das heißt wir haben bisher noch keine externe Finanzierung in Anspruch genommen. Die Idee für Campusjäger entstand während eines Wettbewerbs der Pionier Garage am KIT. Nach dem Sieg beim Wettbewerb ging es direkt weiter in das Inkubatorenprogramm „Cyber Lab“ des Cyber Forums in Karlsruhe. Hier gab es für neun Monate kostenlose Büroflächen und Infrastruktur, ein hilfsbereites Team und Unternehmer, die uns als Mentoren unterstützten. Die Zeit haben wir besonders für die Entwicklung unserer Plattform genutzt, sodass wir im Anschluss bereit für unser eigenes Büro waren.

Was soll noch geändert werden?

Am Anfang haben wir alle Prozesse von Hand gemacht. Das war zwar sehr zeitaufwändig, doch konnten wir dadurch unser Geschäftsmodell validieren. Jetzt arbeiten wir ständig daran, die Prozesse zu verbessern und zu automatisieren. So ist die ursprüngliche Landingpage zur mächtigen Plattform geworden, auf der mittlerweile sowohl Kandidaten als auch Unternehmen ihre Accounts verwalten können. Ziel ist es, den Recruitingprozess für beide Seiten so effizient und einfach wie möglich zu machen.

Was können etablierte Unternehmen von Campusjäger lernen?

Anfangs haben wir starken Gegenwind gespürt. Viele haben uns vom überlaufenen Recruitingmarkt abgeraten. Wir haben jedoch gezeigt, dass man mit guten Ideen und vor allem guter Umsetzung auch in diesem Markt viel erreichen kann. Wir waren davon überzeugt, dass es vor Campusjäger noch keine praktikable Recruitinglösung für junge Absolventen gab. Deshalb haben wir nicht lange diskutiert, sondern einfach angefangen. Mit diesem Learning-by-doing-Ansatz haben wir ein Produkt entwickelt, das genau auf den Markt zugeschnitten ist, weil es so marktnah konzipiert wurde.

Videotipp: In der Personalmagazin-App können Sie sich die Leistungen und Funktionen von Campusjäger im Video ansehen. Die Personalmagazin-App können Sie hier herunterladen.

 

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