Kein Anschluss: Mitarbeiter ignorieren Chefanrufe
Eine weitere Studie belegt, dass Chefs keine Freunde auf Facebook finden, da die meisten Mitarbeiter Freundschaftsanfragen vom Vorgesetzten kategorisch ablehnen. Nun zeichnet sich auch noch ab, dass viele Mitarbeiter den Chef auch dann ignorieren, wenn er sie telefonisch zu erreichen versucht: Ganze 40 Prozent der Befragten rufen ihren Chef demnach nicht zurück, wenn sie einen verpassten Anruf von ihm auf dem Display entdecken. Das ergab eine Studie von Yougov im Auftrag des Telekommunikationsanbieters Tele 2, für die über 1.000 Bundesbürger über 18 befragt wurden.
Kollegen werden noch seltener zurückgerufen als der Chef
Nur zehn Prozent haben demnach ein erhöhtes Pflichtgefühl; sie würden ihren Chef bei einem verpassten Anruf als erstes zurückrufen, wenn sie für längere Zeit nicht erreichbar waren. Frauen scheinen dabei etwas pflichtbewusster zu sein als Männer: Während 43 Prozent der Männer ihren Chef bei einem verpassten Anruf ignorieren würden, würden dies nur 35 Prozent der Frauen tun.
Noch schlimmer als den Vorgesetzten trifft es der Studie zufolge aber die Arbeitskollegen: Lediglich drei Prozent der Befragten würden diese mit Top-Priorität zurückrufen. Auch hier darf sich glücklicher schätzen, wer einen weiblichen Mitarbeiter anruft – denn wiederum reagieren mehr Frauen als Männer auf verpasste Anrufe aus dem beruflichen Umfeld.
40 Prozent ignorieren den Chef – nur drei Prozent den Partner
Bessere Chancen auf einen Rückruf hat, wer mit seinem Kollegen verbandelt ist – denn den eigenen Partner ruft eine Mehrheit von 70 Prozent der Befragten schnellstens zurück. Bei verheirateten Paaren steigt diese Quote auf 86 Prozent.
Was beim Chef für viele selbstverständlich ist, würde sich beim eigenen Partner kaum einer der Befragten trauen: Nur für drei Prozent ist es der Umfrage zufolge eine Option, den Anruf des Partners unbeantwortet zu lassen.
Hinweis: Wie sich die ständige Erreichbarkeit auf besserem Weg lösen lässt, zeigt die Titelstrecke des Personalmagazins in Ausgabe 06/2014.
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