Digitalisierungsindex der deutschen Wirtschaft Infografik

Die Wirtschaft in Deutschland ist fast durchgängig digitaler als noch 2020: Der Digitalisierungsindex steigt von 100 auf 108 Punkte. Der Index misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland mithilfe von 37 Indikatoren, die verschiedene Dimensionen der Digitalisierung abbilden.

Die Branche der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist in der deutschen Wirtschaft Spitzenreiter bei der Digitalisierung. Das zeigt der Digitalisierungsindex 2021, herausgegeben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Digitalisierung nach Branchen

Hinter der IKT-Branche liegen auf den Plätzen zwei und drei Fahrzeugbau sowie Elektrotechnik und Maschinenbau. Den stärksten Zuwachs verzeichnet der Tourismus. Der Indexwert der Branche steigt von 64,3 auf 84,4. Deutlich unterdurchschnittlich digitalisiert sind Handel, sonstiges Verarbeitendes Gewerbe, Verkehr und Logistik sowie sonstiges Produzierendes Gewerbe, wozu die Energie- und Wasserversorgung, die Abwasser- und Abfallentsorgung sowie das Baugewerbe zählen.

Digitalisierung nach Unternehmensgrößen

Auf der Ebene der drei Unternehmensgrößenklassen ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Zwei Unternehmensgrößenklassen nehmen im Index zu, eine nimmt ab. Insgesamt unterscheiden sich die Digitalisierungsgrade nach Unternehmensgrößenklasse weiterhin sehr stark. Spitzenreiter sind weiterhin große Unternehmen mit 250 und mehr Beschäftigten. Ihr Indexwert steigt von 199,6 auf 205,2. Sie verzeichnen auch die stärkste Zunahme. Schlusslicht bleiben kleine Unternehmen mit 1 bis 49 Beschäftigten. Ihr Indexwert steigt von 89,2 auf 93,9 Punkte. Einen Rückgang verzeichnen mittlere Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten. Ihr Indexwert sinkt von 125,9 auf 119,4.

Welche Indikatoren in den Digitalisierungsindex einfließen

Der Digitalisierungsindex misst den Stand der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland mithilfe von 37 Indikatoren, die jeweils verschiedene Dimensionen der Digitalisierung abbilden. Die 37 Indikatoren verteilen sich auf zwei Subindizes: unternehmensinterne und unternehmensexterne Faktoren. Diese beiden Subindizes beinhalten jeweils fünf Kategorien. Zum unternehmensinternen Subindex gehören die Kategorien Prozesse, Produkte, Geschäftsmodelle, Qualifizierung und Forschungs- und Innovationsaktivitäten. Die Kategorien Technische Infrastruktur, Administrativ-rechtliche Rahmenbedingungen, Gesellschaft, Humankapital und Innovationslandschaft zählen zum unternehmensexternen Subindex.

Digitalisierungsgrad der deutschen Wirtschaft steigt

Alle 37 Indikatoren zusammen zeigen damit ein umfassendes Bild des Status quo der Digitalisierung von Unternehmen sowie des Umfelds, in dem diese aktiv sind. Aggregiert ergeben die Indikatoren einen Indexwert für die Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland insgesamt. Dieser Wert wurde für das erste Berichtsjahr 2020 auf 100 Punkte normiert und liegt im Jahr 2021 bei 108 Punkten. Die Wirtschaft in Deutschland ist also dem Index zufolge fast durchgängig digitaler als noch 2020.

Prozesse sind deutlich digitaler als noch 2020 - Qualifizierung verliert Indexpunkte

Die Verbesserung der Rahmenbedingungen ist der wesentliche Treiber der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft in Deutschland. Die unternehmensexternen Kategorien steigen im Durchschnitt um zehn Punkte. Die unternehmensinternen Kategorien steigen durchschnittlich um fünf Punkte.

Den stärksten Zuwachs verzeichnet die unternehmensinterne Kategorie der Prozesse. Ihr Kategorienwert steigt von 100,0 auf 121,1 Punkte. Den stärksten Rückgang zeigt die unternehmensinterne Kategorie Qualifizierung. Ihr Wert sinkt von 100,0 auf 87,5 Punkte.

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