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Das sind "Deutschlands beste Jobportale 2025"


Deutschlands beste Jobportale 2025: die Gewinner

"Deutschlands beste Jobportale" werden jährlich basierend auf echten Erfahrungen ermittelt und auf der Zukunft Personal Europe in Köln ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Auszeichnung konnten viele Anbieter ihre Spitzenplätze verteidigen.

Deutschlands beste Jobportale werden jährlich basierend auf Erfahrungen von Stellensuchenden und Arbeitgebern ermittelt und auf der Zukunft Personal Europe in Köln ausgezeichnet. Erhoben werden die Ergebnisse von Profilo mit dem Bewertungsportal Jobboersencheck.de und dem Institute for Competitive Recruiting (ICR). 

Um die jeweils führenden Portale zu ermitteln, fließen in das Ranking die Bewertungen von über 83.000 Stellensuchenden und 25.000 Arbeitgebern zu Zufriedenheit (45 Prozent) und Weiterempfehlung (30 Prozent) ein sowie die Sichtbarkeit durch Sistrix (25 Prozent). Darüber hinaus sind in der Wertung nur Jobportale berücksichtigt, die auf der Bewerber- sowie der Arbeitgeberseite jeweils mindestens 30 Bewertungen aufweisen. In diesem Jahr werden die Awards in zehn Kategorien vergeben. Zwei davon sind neu: Blue Collar und Pink Collar. Hinter den Prämierungen in den jeweiligen Kategorien verbergen sich spannende Verschiebungen auf dem Jobbörsen-Markt. 

Generalisten-Jobbörsen

Bei den Generalisten-Jobbörsen verteidigt Stepstone den ersten Rang dank stabiler Reichweite. Auf dem zweiten Platz liegt, wie schon im Vorjahr, Linkedin und auf dem dritten Platz folgen Jobware und Stellenanzeigen.de. Stellenanzeigen.de ist im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz abgerutscht, da das Portal über die Hälfte seiner Sichtbarkeit verloren hat. Eine Überraschung bei der Sichtbarkeit gab es bei der Jobbörse der Bundesagentur, die ihre Sichtbarkeit um 23 Prozent erhöhte und damit den Spitzenplatz in diesem Aspekt erreichte, aber nicht in die Top drei kam.

Allgemein zeigt sich bei den Generalisten-Jobbörsen eine leicht gestiegene Bewerberzufriedenheit sowie eine erhöhte Weiterempfehlung. Das ist auf Verbesserungen in der User Experience zurückzuführen, wie zum Beispiel kürzere Bewerbungsformulare und klarere Suchfilter. Eine Empfehlung für Arbeitgeber: Jobware sollte als langjähriger Kandidat innerhalb der Top drei unter den Generalisten-Jobbörsen in gemischte Posting-Pakete einbezogen werden.

Jobsuchmaschinen

Keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr gibt es bei den Jobsuchmaschinen. Indeed und Heyjobs (beide Platz eins), Stellenonline (Platz zwei) und Jobbörse.de (Platz drei) führen die Rangliste in unveränderter Reihenfolge an. Im Detail zeigen sich allerdings massive Sichtbarkeitszuwächse bei Jobbörse.de (plus 716 Prozent), bei Stellenonline (plus 233 Prozent) und bei Heyjobs (plus 55 Prozent). Auch die Bewerber-Zufriedenheit ist bei einigen Anbietern leicht gestiegen. Hier ist vor allem Kimeta mit einem Plus von zehn Prozent hervorzuheben. Für Arbeitgeber bieten Jobsuchmaschinen günstigen Traffic – aber nur, wenn die Conversion mithält. Und diese hängt stark von Portal-internen Weiterleitungswegen ab. Deshalb sollten Arbeitgeber unbedingt KPIs erheben und tracken. 

Spezialjobbörsen

Jobvector und Praktisch Arzt belegen wie in den Vorjahren die Plätze eins und zwei bei den spezialisierten Jobportalen.  Neu auf Platz zwei kam Greenjobs hinzu. Dieses Portal profitiert vom Nachhaltigkeits-Hype und verbessert sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz, im Vergleich zu 2023 sogar um vier Plätze. Platz drei hat wie im Vorjahr Hogapage inne. Auch in dieser Kategorie zeigen sich einige Veränderungen im Detail: Jobvector mit Fokus auf Technik, Naturwissenschaft und IT steigert die Sichtbarkeit um 222 Prozent. Praktisch Arzt erhöht die Reichweite um 120 Prozent und erreicht bei den Jobsuchenden eine Weiterempfehlungsrate von fast 99 Prozent. Yourfirm dagegen verliert 57 Prozent seiner Sichtbarkeit.  

IT Portale

Bei den IT-Portalen kann Jobvector den ersten Platz halten. Neu auf Platz zwei steht Linkedin (Verbesserung um einen Platz im Vergleich zu 2024), trotz leichter Abschläge bei Zufriedenheit und Weiterempfehlung durch die Jobsuchenden. Platz drei wird neu von Stepstone eingenommen (Verbesserung um zwei Plätze). Stepstone steht in dieser Kategorie also wieder auf dem Treppchen, Indeed muss es verlassen. Für das IT-Recruiting lautet die aktuelle Empfehlung, das Performance-Budget zwischen High-Trust-Spezialisten und großen Netzwerken aufzuteilen. 

Ingenieurinnen und Ingenieure

Jobvector verbessert sich um einen Rang und verdrängt mit deutlich gestiegener Sichtbarkeit und gleichbleibender Zufriedenheit den Vorjahressieger Indeed (aktuell: Rang sechs) vom ersten Platz. Stepstone gewinnt sogar vier Plätze und rückt dank gestiegener Weiterempfehlungsrate auf Platz zwei. E-Fellows.net verbessert sich um einen Rang und belegt nun Platz drei unter den Jobportalen für Ingenieurinnen und Ingenieure. Für Arbeitgeber, die Vakanzen aus dem Bereich Tech und Engineering zu besetzen haben, empfiehlt es sich, Jobvector und Stepstone kombiniert zu bespielen, um Conversion und Reichweite zu erhalten.

Wirtschaftswissenschaften

Bei den Jobportalen für Wirtschaftswissenschaften können Linkedin (Platz eins) und Stepstone (Platz zwei) ihre Positionen halten. Neu auf das Podest kommt E-Fellows.net, das sich um zwei Positionen verbessert. Dieser Aufstieg deutet auf eine wachsende Relevanz wissenschafts­naher Communities hin, die sich auf Young Professionals fokussieren.

Studierende und Young Professionals

Diese Kategorie beinhaltete bisher nur Bewertungen der Jobsuchenden. In diesem Jahr konnten erstmals über 600 Bewertungen von Arbeitgebern mit einfließen. Dies führt zu einer leichten Veränderung in der Rangliste. Auf dem ersten Platz steht 2025 wieder E-Fellows.net und den zweiten Platz belegt wiederholt Karriere.Unicum.de. Neu und zusätzlich auf Platz zwei findet sich Stellenwerk, das sich im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessern konnte. Neu auf Platz drei aufgerückt ist Absolventa. Für Arbeitgeber, die Trainee-Programme ausschreiben, lohnt sich laut diesen Ergebnissen ein Dreiklang aus Marken-Reichweite (Karriere-Unicum), lokalen Uni-Boards (Stellenwerk) und High-Potentials (E-Fellows.net).  

Schüler und Azubis

Auch innerhalb der Kategorie Schüler und Azubis konnten 2025 erstmals über 1.000 Bewertungen von Arbeitgebern mit einfließen. Das führt aber nur zu geringfügigen Veränderungen in der Rangfolge. Auf dem ersten Platz steht weiterhin Azubiyo, gefolgt von Aubi-Plus auf dem zweiten Platz. Rang drei wird neu von Ausbildung.de belegt, das Azubi.de vom Treppchen verdrängt. Als Tipp für Arbeitgeber ergibt sich daraus: Wer Azubis sucht, sollte Azubiyo in alle Schulkooperationen integrieren und Aubi-Plus als Performance-Backup testen. 

Blue Collar (Handwerk & Technik) 

Als neue Kategorie werden in diesem Jahr Jobportale für den Blue-Collar-Bereich in das Ranking mit aufgenommen, da in diesem Bereich sehr viele offene Stellen zu besetzen sind. In die neue Kategorie sind über 1.500 Bewertungen von Jobsuchenden eingeflossen. Als Reichweitenprimus kristallisiert sich Indeed heraus (Platz eins). Platz zwei geht an Meinestadt.de, dank regionaler Social-Media-Push-Anzeigen. Yourfirm mit seinem Schwerpunkt auf dem Mittelstand belegt Platz drei.  

Pink Collar (Gesundheit, Pflege, Sozialwesen) 

Eine weitere neue Kategorie im Ranking ist der Bereich Pink Collar, da auch in den Aufgabenfeldern Gesundheit, Pflege und Sozialwesen der Anteil der offenen Stellen sehr hoch ist. Für diesen Bereich liegen über 800 Bewertungen von Stellensuchenden vor. Den ersten Platz in der Kategorie Pink Collar belegt Indeed aufgrund hoher Reichweite und starken Werten bei Zufriedenheit und Weiterempfehlung. Platz zwei geht an Meinestadt.de, unter anderem dank der langjährigen Initiative "Perspektive Pflege". Jobbörse.de auf Platz drei vervollständigt das Podium in der Kategorie Pink Collar.

Jobportale strategisch nutzen

Die neuen Kategorien Blue und Pink Collar zeigen, dass sich der Jobportal-Markt stärker segmentiert. Arbeitgeber, die ihre Mediapläne nicht differenziert steuern – mit Blick auf Reichweite und Bewerbererlebnis zugleich –, verschenken Potenzial. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, Spezial- und Regionalbörsen strategisch mit Generalisten zu koppeln. 

Drei Handlungstipps für HR-Teams: Stellen Sie erstens die Reichweite der eingesetzten Jobportale quartalsweise auf den Prüfstand. Sichtbarkeitsschwankungen im aktuellen Ranking von plus 700 bis minus 60 Prozent machen deutlich, wie volatil SEO-Traffic ist. Behalten Sie zweitens die Bewerberzufriedenheit im Blick und nehmen Sie diese in Ihre KPIs mit auf. Reichweite ohne Zufriedenheits- und Empfehlungswerte ist nicht zielführend. Planen Sie die Nutzung von Spezialistenportalen ein.  Die Daten der aktuellen Studie belegen, dass High-Trust-Spezialisten hohe Conversionsraten ermöglichen, während High-Reach-Generalisten das Volumen liefern.

Die Vorjahresergebnisse können hier eingesehen werden:  www.deutschlandsbestejobportale.de.


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