Deutschlands Beste Arbeitgeber 2019 stehen fest

Wie ist es um unsere Arbeitgeberattraktivität bestellt? Wie schneidet unsere Arbeitsplatzkultur im Vergleich ab? Diesen Fragen stellten sich 680 Unternehmen, die am Arbeitgeber-Wettbewerb von Great Place to Work teilnahmen. 100 können sich nun "Deutschlands Beste Arbeitgeber 2019" nennen.

2002 fand der bundesweite Arbeitgeberwettbewerb von Great Place to Work Deutschland erstmals statt. Auch bei der 17. Preisverleihung stand die mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur im Mittelpunkt. Bewerben konnten sich Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen mit mindestens 50 Beschäftigten.

Diese nehmen im ersten Schritt an einer anonymen Mitarbeiterbefragung mit rund 60 Fragen zu Unternehmenskultur, Führung, Vertrauen, Anerkennung, Förderung, Identifikation mit Arbeit und Unternehmen, Zusammenarbeit et cetera teil. Im zweiten Schritt unterziehen sich die Unternehmen einem Kultur Audit zu Maßnahmen der Personal- und Führungsarbeit.

680 Unternehmen haben in diesem Jahr die Chance genutzt und ihre Qualität und Attraktivität als Arbeitgeber auf den Prüfstand gestellt. Prämiert wurden 100 Unternehmen, differenziert nach sechs Größenklassen.

Die bestplatzierten Großunternehmen und große Mittelständler

Den Spitzenplatz im Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2019“ in der Kategorie der Großunternehmen mit über 5.000 Beschäftigten belegt Volkswagen Financial Services. Platz zwei geht an die Techniker Krankenkasse und Platz drei an Infineon Technologies. Das ist eine Besonderheit in dieser Größenklasse, die oftmals nur einen oder zwei ausgezeichnete Unternehmen aufweist.

Die Größenklasse der Unternehmen mit 2.001 bis 5.000 Mitarbeitern wird angeführt von dem Chemie-/Pharmaunternehmen AbbVie Deutschland. Auf Platz zwei folgt das Sensortechnik-Unternehmen Sick AG und auf Platz drei das Handelsunternehmen Tegut…gute Lebensmittel.

Die Spitzenplätze in der Größenklasse der Unternehmen mit 501 bis 2.000 Mitarbeitern erreichen die deutsche Niederlassung des US-Netzwerkausrüsters Cisco Systems aus Garching bei München auf dem ersten Platz, das Softwareunternehmen Vector Informatik aus Stuttgart auf Platz zwei sowie der Personaldienstleister DIS AG aus Düsseldorf auf Rang drei.

Die ausgezeichneten Arbeitgeber mit weniger als 500 Mitarbeitern

Bei den Unternehmen mit 251 bis 500 Mitarbeitern siegte wie schon im Vorjahr das IT-Unternehmen Maiborn Wolff. Platz zwei ging ebenfalls wie im Vorjahr an die St. Gereon Seniorendienste. Das IT-Unternehmen Jambit erreichte Platz drei. In dieser Größenklasse wurden insgesamt 16 Firmen ausgezeichnet.

Pascoe Naturmedizin steht in der Kategorie der Unternehmen mit 101 bis 250 Mitarbeitern auf Platz eins, gefolgt von dem Beratungsunternehmen Cofinpro und dem Handelsunternehmen Streit Service & Solution auf Platz drei. 34 Unternehmen dieser Größenklasse erhielten das Arbeitgebersiegel.

In der Größenklasse der Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern wurden 21 Arbeitgeber prämiert. Zu den Top-Five zählen der Event- und Seminaranbieter Gedankentanken (Platz eins), das Werbe- und Marketingunternehmen Spirit Link (Platz zwei) und die IT-Beratung Orderbase Consulting (Platz drei).

Die komplette Liste „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2019“ mit allen 100 ausgezeichneten Unternehmen können Sie hier ansehen.

Das machen "Deutschlands Beste Arbeitgeber" besser als andere Unternehmen

„Unser Unternehmen hat ehrliche und ethische Geschäftspraktiken“, sagen nahezu alle Mitarbeiter (93 Prozent) von „Deutschlands Besten Arbeitgebern 2019“. Im Durchschnitt der deutschen Unternehmen sind nur 60 Prozent der Mitarbeiter dieser Meinung, wie repräsentative Vergleichswerte zeigen. Auch die allgemeine Arbeitsplatzkultur wird von der großen Mehrheit der ausgezeichneten Unternehmen als sehr gut angesehen (91 Prozent – im Vergleich zu 65 Prozent der Firmen im Bundesdurchschnitt).

Dementsprechend würden 91 Prozent der Mitarbeiter der prämierten Unternehmen ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Im bundesweiten Durchschnitt sind nur 63 Prozent der Mitarbeiter von ihrem Unternehmen so überzeugt, dass sie es Freunden und Bekannten als Arbeitgeber nahelegen würden.

Eklatante Unterschiede in der Einschätzung der Mitarbeiter zeigen sich auch in folgenden Punkten:

  • Gute Arbeit wird anerkannt (79 Prozent der Besten Arbeitgeber, 36 Prozent im Bundesdurchschnitt)
  • Berufliche Entwicklung wird unterstützt (81 Prozent der Besten Arbeitgeber, 44 Prozent im Bundesdurchschnitt)
  • Führungsverhalten ist kompetent (84 Prozent der Besten Arbeitgeber, 56 Prozent im Bundesdurchschnitt)
  • Gesundheit wird gefördert (79 Prozent der Besten Arbeitgeber, 38 Prozent im Bundesdurchschnitt)
  • Alle ziehen an einem Strang (84 Prozent der Besten Arbeitgeber, 42 Prozent im Bundesdurchschnitt)

Gute Arbeitsbedingungen führen zu konkreten Erfolgen

Die Maßnahmen, die die ausgezeichneten Unternehmen umgesetzt haben, zeigen weitere konkrete Erfolge, wie Great Place to Work Deutschland ermittelte: Die Krankentage je Mitarbeiter von „Deutschlands Besten Arbeitgebern“ betragen knapp neun Tage, während sie im Bundesdurchschnitt bei 19 Tagen liegen. Die Fluktuation liegt bei sechs Prozent und im Bundesdurchschnitt bei 14 Prozent. Die durchschnittlichen Weiterbildungsstunden liegen bei knapp 44 Stunden pro Mitarbeiter und Jahr, im Bundesdurchschnitt nur bei 30 Stunden.

Dementsprechend liegen Innovationskraft (85 Prozent gegenüber 58 Prozent), Umsatzentwicklung (77 Prozent gegenüber 38 Prozent) und EBIT (63 Prozent gegenüber 33 Prozent) auch deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt.

Die Anmeldung für den Folgewettbewerb ist eröffnet

Am 14. März fand in Berlin die feierliche Prämierung der „Deutschlands Besten Arbeitgeber 2019“ statt. Seitdem ist die Anmeldung für den Folgewettbewerb 2020 und dessen bundesländer- und branchenspezifischen Unterwettbewerbe möglich. Hier können sich Unternehmen aller Branchen, Größen und Regionen anmelden.

Partner des Arbeitgeberwettbewerbs „Deutschlands Beste Arbeitgeber“ sind das Personalmagazin, das Handelsblatt, das Demographie Netzwerk DDN sowie die Initiative Ludwig Erhard Preis e.V.

Schlagworte zum Thema:  Employer Branding, Unternehmenskultur