Personalmitarbeiter zählen zu den Plaudertaschen im Betrieb
Die Studie, bei der auch über 1.000 deutsche Berufstätige befragt wurden, ergab, dass 31 Prozent der Mitarbeiter in Personalabteilungen, schon einmal vertrauliche Informationen über einen Mitarbeiter mit Kollegen geteilt zu haben. Das Ergebnis liegt deutlich über dem Durchschnitt aller Abteilungen (17 Prozent). Nur die Marketingabteilung übertrifft dieses Ergebnis noch (33 Prozent).
Weniger Sorgen um ihre persönlichen Informationen müssen sich deutsche Mitarbeiter etwa in Vertriebs- oder Rechtsabteilungen machen. Hier werden diese nur von 11 respektive 8 Prozent der Mitarbeiter geteilt.
Firmengeheimnisse können auch über HR nach außen dringen
Auch was die Weitergabe von Firmengeheimnissen an Kollegen betrifft, sind deutsche Personalabteilungen nicht gerade diskret laut der Studie: 36 Prozent der HR-Mitarbeiter gaben zu, mindestens einmal Firmengeheimnisse weitergegeben zu haben. Das sind aber immer noch deutlich weniger als etwa in britischen (64 Prozent) oder spanischen (54 Prozent) Personalabteilungen. Aber auch hier liegen die Marketingabteilungen vorne: Sie liegen mit stolzen 58 Prozent noch über dem Durchschnitt der Personalabteilung und weit über dem europäischen Durchschnitt (35 Prozent). Sie liege vor ihren französischen (52 Prozent), britischen (50 Prozent) und spanischen (42 Prozent) Marketing-Kollegen.
Personalabteilung als Informationsquelle Nummer eins
29 Prozent der befragten deutschen Mitarbeiter würden sich als Erstes an jemanden aus der Personalabteilung wenden, um an vertrauliche Informationen über Kollegen zu gelangen. 23 Prozent gaben hierfür den Chefsekretär und 22 Prozent die Abteilungsleitung an. Dieser Trend ist, mit Ausnahme der Niederlande, auch in anderen europäischen Ländern zu beobachten.
Klare Richtlinien über die Informationsweitergabe und den Datenschutz im Unternehmen können hier weiterhelfen, so das Resümee der Studienautoren.
Über die Studie zum Datenschutz
Die Umfrage "Opinion Matters" wurde zwischen 15. April und 1. Mai 2013 durchgeführt. Stichprobe: 5.021 berufstätige Erwachsene in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden; davon 1.002 aus Deutschland.
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