Meldungen bei Arbeitgeberwechsel innerhalb eines Konzerns
Eine Meldepflicht für Arbeitgeber entsteht immer dann, wenn ein im Gesetz genannter Meldetatbestand angesprochen wird. Die zwei bekanntesten Meldetatbestände kennt jeder:
eines Beschäftigungsverhältnisses. Keine Meldepflicht besteht, sofern der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz im Betrieb wechselt – mit einer Ausnahme.
Keine Meldepflicht bei Arbeitsplatzwechsel innerhalb des Arbeitgebers
Größere Arbeitgeber haben zumeist mehrere Filialen mit eigenen Betriebsnummern. Diese Filialen werden im Sozialversicherungsrecht als Beschäftigungsbetriebe bezeichnet. Wechselt ein Arbeitnehmer innerhalb des Arbeitgebers von einem Beschäftigungsbetrieb zum anderen, entsteht keine Meldepflicht. Der Meldetatbestand „Wechsel Beschäftigungsbetrieb“ existiert nicht.
Unsicherheit bei den Konzernen
Bei der Abrechnung von Beschäftigten innerhalb eines Konzernes kann man sich daher schnell aufs Glatteis führen lassen. Durch den fehlenden Meldetatbestand entsteht der Eindruck, ein Wechsel des Arbeitsplatzes innerhalb des Konzerns sei immer nur ein Wechsel des Beschäftigungsbetriebes und nicht melderelevant.
Hier ist Vorsicht geboten. Auch bei Arbeitgebern, die in einer Konzernstruktur eingebettet sind, gilt: Wechselt der Arbeitnehmer den Arbeitsplatz innerhalb des Konzerns zwischen zwei Arbeitgebern, sind eine Ab- und eine Anmeldung erforderlich. Nur sofern der Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz innerhalb eines Arbeitgebers von einem Beschäftigungsbetrieb zum anderen wechselt, entsteht keine Meldepflicht.
Ausnahme bei Ost-West-Wechsel
Eine Ausnahme führt zudem auch zu einer Meldepflicht bei einem Arbeitsplatzwechsel innerhalb des Arbeitgebers: Wird ein Arbeitnehmer z. B. von Potsdam nach München versetzt, muss dies aufgrund des Rechtskreiswechsels gemeldet werden.
Arbeitgeber im Sozialversicherungsrecht
Bei den unterschiedlichen Ausprägungen stellt sich die Frage, wer ist innerhalb eines Konzernes „Arbeitgeber“?
Arbeitgeber im sozialversicherungsrechtlichen Sinne ist derjenige, der sich im Rechtsverhältnis zur Einzugsstelle anhand der im Beitragsnachweis eingetragenen Betriebsnummer als Beitragsschuldner qualifiziert (Hauptbetriebsnummer). Dieses sich aus dem Rechtsverhältnis ergebende 1:1-Verhältnis ist der Maßstab für die Umsetzung des Beitragseinzugs und des Meldeverfahrens.
Hauptbetriebsnummer
Nach dieser Grundregel hat ein Arbeitgeber eine Hauptbetriebsnummer, unter der er Beitragsnachweise abgibt. Bei großen Unternehmen spiegelt die Hauptbetriebsnummer zumeist die Zentrale wider - quasi das „Mutterhaus“ des Unternehmens.
Neben- bzw. Unterbetriebsnummer
Expandiert das Unternehmen, entstehen möglicherweise neue Filialen. Sofern diese Filialen
- außerhalb der Gemeinde oder
- innerhalb der Gemeinde mit einer anderen wirtschaftlichen Ausrichtung
liegen, erhält jede Filiale als Beschäftigungsbetrieb eine Betriebsnummer. Diese werden in Abgrenzung zur Hauptbetriebsnummer in der Praxis als Neben- oder Unterbetriebsnummer bezeichnet.
Arbeitgeber mit mehr als einer Hauptbetriebsnummer
Allerdings gibt es vereinzelt Arbeitgeber, die - historisch gewachsen - mehrere Hauptbetriebsnummern aufweisen. Das Durchbrechen der Grundregel macht das Meldeverfahren wesentlich komplizierter. Hier klappt es nur, sofern Arbeitgeber und Einzugsstellen einvernehmlich zusammenarbeiten.
-
Bundesrat stoppt 1.000-Euro-Entlastungsprämie
10.415
-
Elektrofahrzeuge: Aufladen im Betrieb und zuhause
2.81644
-
Neue Entfernungspauschale ab 2026: Auswirkungen auf die Entgeltabrechnung
2.518
-
Geschenke an Mitarbeitende und Geschäftsfreunde
2.3201
-
So bleiben Sonn- und Feiertagszuschlag sowie Nachtzuschlag steuerfrei
2.0796
-
Sachbezugswerte für Mahlzeiten im Jahr 2026 und mehr
1.712
-
Was passiert bei Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze?
1.712
-
Dienstrad: Leasing, Überlassung, Übereignung und Aufladen von E-Bikes
1.4582
-
Steuerliche Förderung bei Elektro- und Hybridfahrzeugen
1.439
-
Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmende bis zu 60 Euro steuerfrei
1.213
-
Beschäftigung zwischen Bachelor- und Masterstudiengang
18.05.2026
-
Bundesrat stoppt 1.000-Euro-Entlastungsprämie
08.05.2026
-
(Lohn-)steuerliche Behandlung von Repräsentationsveranstaltungen
07.05.2026
-
Neue Regelung zur Teilarbeitsunfähigkeit geplant
06.05.20261
-
So werden Incentive-Veranstaltungen (lohn-)steuerlich behandelt
04.05.2026
-
Arbeitslos und Minijob: Was zu beachten ist
23.04.2026
-
Digitaler Musikvertrieb unterliegt der Künstlersozialkasse
21.04.2026
-
Lohnsteuerliche Behandlung von unbezahltem Urlaub
20.04.2026
-
Besteuerung einer Urlaubsabgeltung für mehrere Jahre
15.04.2026
-
Arbeitszeitkonto im Minijob: Das müssen Sie beachten
14.04.2026